Apples iWatch soll noch 2013 erscheinen

4. März 2013, 17:15
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"Sechs-Milliarden-Dollar-Chance": Könnte lukrativer werden als das TV-Geschäft

Apple wird noch dieses Jahr eine Smart Watch auf den Markt bringen. Das berichtet Bloomberg unter Verweis auf Insider. Ein solches Produkt könnte Cupertino in Zukunft Milliardenumsätze bescheren.

Sportfunktionen

Zumindest 79 Patente mit dem Begriff "Handgelenk" finden sich im Portfolio von Apple. Eines davon nimmt direkten Bezug auf ein biegsames Display und Aufladung durch Bewegungsenergie. Die Quelle aus dem Unternehmensumfeld hat verraten, dass die iWatch nicht nur Anrufe tätigen und auf Karten navigieren kann, sondern sich auch gezielt an Sportfreunde richten dürfte.

Offenbar will Apple auch einen Schrittzähler sowie verschiedene Sensoren zur Auslese von Gesundheitsdaten – etwa einen Pulsmesser – integrieren. Das Produkt, dessen endgültiger Name noch nicht bekannt ist, soll noch heuer auf den Markt kommen. Über 100 Personen sollen mit dem Projekt befasst sein.

Renaissance für Uhrenbranche, Milliardenchance für Apple

Smart Watches haben das Potenzial, der Uhrenindustrie zu einer Renaissance zu verhelfen, wie sie die Mobiltelefon-Branche mit der Erfindung der Smartphones erlebt hat. Citigroup-Analyst Oliver Chen, Experte für den Luxusgüter-Retailmarkt, hält eine iWatch für eine sechs-Milliarden-Dollar-Chance für den Elektronikriesen aus Cupertino. Voraussetzung ist, dass Apple ein ähnlich großer Wurf gelingt, wie damals mit dem iPod, der richtungsweisende Änderungen für die Musikindustrie mit sich brachte.

Einnahmen aus einer iWatch könnten sogar höher ausfallen, als jene durch ein eigenes Fernsehgerät. 2013 wird die weltweite Uhrenindustrie mehr als 60 Milliarden Dollar Umsatz machen, schätzt der Fachmann. Die TV-Branche wird mit 119 Milliarden Dollar zwar rund das Doppelte erwirtschaften, mit einer Marge von 60 Prozent ist der Verkauf der handlichen Zeitmesser aber deutlich lukrativer.

Erobert Apple in beiden Märkten einen Anteil von zehn Prozent, würden bei den Uhren sechs Milliarden Dollar Umsatz und geschätzte 3,6 Milliarden Dollar Gewinn winken, bei Fernsehgeräten würden 1,79 Milliarden übrig bleiben. NPD Group-Analyst Marshal Coen schätzt gar, dass eine erfolgreiche Apple Smart Watch als Impuls den Uhrenmarkt als solches in ein bis zwei Jahren auf die dreifache Größe wachsen lassen könnte.

Konkurrenz bereits in Stellung

Mit einer Smart Watch wäre Apple freilich nicht alleine, sondern wird sich auch mit einigen Konkurrenten messen müssen. Schon vorher erhältlich sein wird die per Kickstarter finanzierte Uhr Pebble, die an die Unterstützer des Crowdfunding-Projektes bereits ausgeliefert wird. Daneben ringen auch bereits erhältliche Geräte wie die Metawatch um die Gunst der Kunden. In Zukunft gesellen sich All-in-One-Lösungen wie die Neptune Pine hinzu. (red, derStandard.at, 04.03.2013)

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