Presserat rügt "Österreich" wegen Bebilderung

4. März 2013, 15:04
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Illustration zu einem Artikel über Kinderpornografie sowie Website-Nennung standen im Fokus des Verfahrens

Der österreichische Presserat hat die Tageszeitung "Österreich" ob der Bebilderung des Artikels "Kinder-Pornos: Wiener starb vor PC" vom September 2012 gerügt. Die Illustration zeigt laut der Anzeige durch eine Leserin "möglicherweise kinderpornographische Inhalte" mit verpixelten weiblichen Personen in Unterhose. Zudem nennt die Überschrift möglicherweise eine echte, möglicherweise eine fiktive einschlägige Webseite namens "Daddy's Girl".

Durch die starke Verpixelung konnte "Österreich" kein Verstoß gegen den Ehrenkodex der österreichischen Presse nachgewiesen werden, jedoch hält der Presserat in seiner Bekanntmachung fest, dass die Bebilderung zu reißerisch war und fordert zu größerer Zurückhaltung in Anbetracht des Themas auf. "Selbst wenn es
sich dabei um eine fiktive Webseite handeln sollte, könnten Leserinnen und Leser unter Umständen neugierig gemacht und dazu verleitet werden, im Internet nach dieser oder ähnlichen Seiten zu suchen," schließt der Presserat, "Im schlimmsten Fall könnten sie sich durch ein solches Verhalten sogar strafbar machen." (red, derStandard.at, 4.3.2013)

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