Österreichische Grüne kritisieren geplante AKW-Neubauten in England

4. März 2013, 14:50
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Sprecherin verweist auf Mängel bei Meilern von französischem Konzern bei Stresstest

Wien/London/Paris - Die österreichischen Grünen kritisieren den geplanten Bau von zwei neuen Reaktorblöcken in Südengland durch den französischen Atomkonzern EDF. Bei den europäischen Stresstests habe sich gezeigt, dass alle AKW von EDF in Frankreich "schwere Mängel" aufweisen, erklärte Grüne Anti-Atom-Sprecherin Christiane Brunner am Montag in einer Aussendung. Ferner wolle EDF nach dem Rückzug des britischen Konzerns Centrica aus dem Projekt in England, das bis 2025 fertiggestellt werden soll, die britische Regierung in der Pflicht nehmen, einen Garantiepreis für Atomstrom festzulegen, um so eine Finanzierung zu gewährleisten.

Mögliche Gefahr auch für Österreich

Die Grünen haben die österreichische Bundesregierung aufgefordert, sich bei der EU-Kommission gegen eine Finanzierung und einen Garantiepreis durch die britische Regierung einzusetzen. "Die Förderung der 60 Jahre alten Atomtechnologie widerspricht nicht nur dem gesunden Menschenverstand sondern auch den Wettbewerbsregeln der EU", schrieb Brunner. Die Grünen sehen durch den geplanten AKW-Bau in England durch einen möglichen Super-GAU auch eine mögliche Gefahr für Österreich. Sie plädieren für eine grenzüberschreitende Bürgerinitiative, um sich gegen Atomsubventionen durch die EU einzusetzen. (APA, 4.3.2013)

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