Missbrauch in Grazer Heim: Jugendamt ermittelte erfolglos

4. März 2013, 17:49
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Bürgermeister Nagl ist "fassungslos und verärgert", seine Partei will "pubertierende Mädchen und Burschen" in Stadt-WGs jetzt trennen

Graz – Es gab zwar Hinweise, das Grazer Jugendamt stellte eigene Ermittlungen an – vergebens. Die Vorwürfe ließen sich laut offizieller Lesart nicht erhärten. Erst jetzt, durch Aussagen eines Mädchens, kam ans Licht, dass vier Mädchen – heute elf bis 16 Jahre alt – drei Jahre hindurch regelmäßig missbraucht und auch vergewaltigt worden sind. In einer betreuten Wohngemeinschaft der Stadt.

Bürgermeister fassungslos und verärgert"

Die Mutter eines Mädchens, das die Vorfälle bemerkt hatte, sagte im ORF-Steiermark, vor wenigen Tagen habe ihre Tochter den Missbrauch erwähnt: "Sie hat sich selbst Verletzungen zugefügt ...Da habe ich sie angesprochen." Die Opfer vertrauten sich zwei Polizistinnen an und erzählten, sie seien fast täglich von vier Burschen, drei sind in U-Haft,  vergewaltigt worden.

Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) ist "fassungslos und verärgert", seine Partei will "pubertierende Mädchen und Burschen" in Stadt-WGs jetzt trennen. (mue, DER STANDARD, 5.3.2013)

Nachlese
Burschen sollen Mädchen in Grazer Heim vergewaltigt haben - Vier Mädchen als Opfer - Drei 17-Jährige in Haft - Vierter mutmaßlicher Täter war zur Tatzeit noch strafunmündig

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