Unterrichtsministerium und ORF bauen Abkommen zu Bildungsfilmen aus

4. März 2013, 12:49
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Mehr Filme für Schulen in festgelegten Themenbereichen, Vereinfachungen bei Online-Nutzung - Mindestens einmal jährlich Ausschreibung für Filmprojekte - Erster "Schulradiotag" am 6. März

Seit 1996 fördern der ORF und das Unterrichtsministerium die Produktion von Medien für Schulen und andere Bildungsreinrichtungen. Am Montag haben Ministerin Claudia Schmied (S) und ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz angekündigt, ihre Zusammenarbeit zu intensivieren: So soll das Angebot an pädagogisch geprüften Filmen in den Bereichen Geschichte, Politische Bildung, Geisteswissenschaften, Kunst, Kultur, Religion und Naturwissenschaften erweitert und die Online-Nutzung der Filme ausgebaut und vereinfacht werden.

Außerdem sollen österreichische Filmschaffende gezielt mindestens einmal jährlich eingeladen werden, ihre Projekte einzureichen. Derzeit gibt es laut Schmied über 2.000 Bildungsfilme. Dabei, betonte Wrabetz, sei der klassische Bildungsfilm mittlerweile "den Kinderschuhen entwachsen" und werde "auch in Zeiten massiver Konkurrenz durch reine Unterhaltungsangebote nicht nur in den Klassenzimmern, sondern auch in den Wohnzimmern Österreichs gerne gesehen".

Seit Inkrafttreten des Bildungsmedienabkommens 1996 wurden 225 Filme als Ko- oder Auftragsproduktionen um 70 Mio. Euro realisiert. Der ORF hat dabei 31 Mio., das Unterrichtsministerium elf Mio. Euro begesteuert. Zu jedem Film steht laut Ministerium "eine Fülle an Begleitmaterialien zur Verfügung".

Premiere für den "Schulradiotag"

Ein anderes Projekt in Sachen Bildungsmedien feiert unterdessen am 6. März seine Premiere: Dann findet zum ersten Mal der österreichweite "Schulradiotag" statt, bei dem von neun bis 17 Uhr Produktionen von Schülern auf 14 freien Radiosendern zu hören sind. Die Sender unterstützen die Schüler vor Ort bei der Produktion und stellen auch die Infrastruktur kostenlos zur Verfügung. Das Programm am "Radiotag" umfasst laut Aussendung des Unterrichtsministeriums u.a. Livesendungen, Interviews und Reportagen. Das "Schulradio" gibt es bereits seit 15 Jahren, der "Schulradiotag" ist eine Initiative des Zentrums für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Wien in Kooperation mit dem Unterrichtsministerium und dem Verband der Freien Radios Österreich. (APA, 4.3.2013)

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