Nach Kärnten-Wahl: Weniger Blau und mehr Rot im ORF-Stiftungsrat

4. März 2013, 11:15
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Siggi Neuschitzer dürfte durch einen roten Landesvertreter ersetzt werden - Spekulation über Landesdirektor

Die Folgen der Kärntner Landtagswahl und der verheerenden Niederlage der FPK reichen bis in den ORF-Stiftungsrat. Dort dürfte der SPÖ-"Freundeskreis" schon bald um eine Person anwachsen - die Roten dürften damit 16 von 35 Aufsichtsrats-Mitgliedern stellen. Das Land Kärnten darf, sobald die neue Regierung steht, einen Stiftungsrat in den ORF entsenden.

Bisher sitzt Siggi Neuschitzer als FPK-Stiftungsrat auf dem Kärnten-Ticket. Er wurde 2009 als Nachfolger von Klaus Pekarek Landeshauptmann Gerhard Dörfler (damals noch BZÖ) in den ORF entsandt. Nachdem der Kärntner Wahlsieger, SPÖ-Chef Peter Kaiser, eine Koalition mit der FPK ausgeschlossen hat, dürfte Neuschitzers Stiftungsratstätigkeit nun bald zu Ende gehen. 

Unter den – phantasievollen –  Nachwahlspekulationen taucht gar eine Ablöse der Landesdirektorin Karin Bernhard  auf: Würde bei einer ORF-Reform Finanz- und Technikdirektion vereint, wäre Technikchef Michael Götzhaber eine Option für Kärnten, wird da spekuliert.

Durch die Niederösterreich-Wahl dürfte sich im Stiftungsrat unterdessen nichts ändern, schließlich ist das Land mit Alberich Klinger schon bisher mit einem ÖVP-nahen Stiftungsrat im Gremium vertreten.

Künftig hat also der SPÖ-"Freundeskreis" 16 und der ÖVP-"Freundeskreis" wie bisher 12 Mitglieder. FPÖ, Grüne und BZÖ stellen jeweils einen Vertreter, vier Stiftungsratsmitglieder gelten als unabhängig. (APA, red, 4.3.2013)

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