Europas Leitbörsen mit starken Gewinnen

5. März 2013, 18:56
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Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen sind am Dienstag mit satten Gewinnen aus dem Handel gegangen. Die weltweit lockere Geldpolitik galt bereits im Frühhandel als positiver Kursimpuls. Im Verlauf lieferte zudem die Wall Street ein starkes Signal. Dort kletterte der Dow Jones erstmals in seiner 116-jährigen Geschichte über die Marke von 14.200 Punkten und markierte somit ein neues Rekordhoch. Nach einer vierjährigen Aufwärtsbewegung wurden die Verluste aus der Finanzkrise beim Dow wettgemacht, hieß es von Experten. Fast 10 Billionen US-Dollar an Kurswert wurden wiederhergestellt.

Der Euro-Stoxx-50 verbesserte sich am Berichtstag um 2,41 Prozent auf 2.683,02 Zähler. Die Liquiditätsrally gehe weiter, kommentierte ein Analyst. Die stärksten durchschnittlichen Kursgewinne gab es in einer europaweiten Branchenbetrachtung in den Sektoren Automobil, Banken, Versicherungen und Technologie zu sehen. Im Finanzbereich sprangen die Aktien von Intesa SanPaolo, Generali und Societe Generale um jeweils mehr als vier Prozent in die Höhe. ING verteuerten sich um 3,87 Prozent und Daimler beschleunigten um 3,72 Prozent.

Die Aktien von Nokia legten 2,79 Prozent zu. Händler verwiesen auf Gerüchte über einen Großauftrag der indischen Regierung. Die Order könnte für den finnischen Konzern große Bedeutung haben, hieß es.

Zu den Favoriten im DAX zählten nach der Bilanzvorlage für 2012 die Papiere der Deutschen Post DHL. Die Aktie sprang um 5,82 Prozent hoch und erreichte damit den höchsten Stand seit Juni 2008. Laut Analysten überzeugte der Logistikkonzern mit einem "exzellenten vierten Quartal". Der Ausblick auf 2013 traf zudem weitgehend die Erwartungen.

Deutschlands zweitgrößter Energiekonzern steigerte den Gewinn im abgelaufenen Jahr wieder leicht und erholte sich damit vom Einbruch des Geschäfts nach der Atomwende 2011. Zudem zieht sich RWE aus der Förderung von Erdgas und Erdöl zurück und will sämtliche Anteile an RWE DEA verkaufen. Die Papiere legten um 1,12 Prozent zu. (APA, 5.3.2013)

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