E.On mit hohen Sicherheitspuffern

4. März 2013, 08:12
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E.On-Aktienanleihen mit 5,3 und 5,7 Prozent Zinsen und 30 Prozent Schutz

Steil bergab – diese Richtung hat die E.On-Aktie bereits seit knapp sechs Monaten eingeschlagen: Von 19,80 Euro Mitte September 2012 fiel der Kurs auf den 5-Jahres-Tiefststand von 12,42 Euro am 08.02.2013. Nach diesem Minus von über 37 Prozent konnte sich die Aktie bisher nur mäßig erholen; aktuell handelt das Papier des Versorgers bei 13 Euro. Die Analysten sind derzeit geteilter Meinung über die zukünftige Entwicklung des DAX-Komponenten: Kursziele von 14,90 Euro (Barclays, 18.02.), 14 Euro (Commerzbank, 15.02.) und gar 21 Euro (Goldman, 14.02.) stehen den Einschätzungen von 12,50 Euro (J.P. Morgan, 07.02.), 11 Euro (HSBC, 06.02.) und 11,60 Euro (Berenberg, 06.02.) gegenüber.

Wer vor diesem Hintergrund zumindest von einer Seitwärtsbewegung der Aktie ausgeht, kann mit Aktienanleihen Protect einen attraktiven Kupon vereinnahmen. Die Sicherheitsschwelle der Papiere, die für die Rückzahlung des Kapitalbetrags relevant ist, sollte dabei noch unterhalb des 10-Jahres-Tiefs von 11,37 Euro (13.03.03) liegen.

30-prozentige Sicherheitspuffer

Der Startwert der 5,3 Prozent Aktienanleihe Protect der LBBW (ISIN: DE000LB0RXK8) wird mit dem Schlusskurs der E.On-Aktie vom 12.03.13 festgelegt und soll mit 13 Euro angenommen werden. Die Protect-Schwelle wird bei 70 Prozent dieses Niveaus, d.h. 9,10 Euro, definiert. Sofern diese Schwelle während der gesamten Laufzeit bis zum finalen Bewertungstag am 21.11.14 nicht berührt oder unterschritten wird, erfolgt am Fälligkeitstag, dem 28.11.14, die Rückzahlung des Nominalwertes von 1.000 Euro pro Anleihe. Kursverluste drohen, sofern die Barriere unterschritten wurde UND die Aktie am finalen Bewertungstag unterhalb des Startwertes schließt: In diesem Fall erfolgt die physische Lieferung von 76 E.On-Aktien gemäß Bezugsverhältnis (1.000 Euro / 13 Euro = 76,92 Aktien) und ein Barausgleich für die Bruchteile. Ein Ausgabeaufschlag wird von der Emittentin nicht erhoben.

5,7 Prozent p.a. zahlt eine strukturähnliche Aktienanleihe Protect Pro der HVB (ISIN: DE000HVB06Q7), deren Startwert am 08.03. festgelegt wird. Der Unterschied liegt in der Sicherheitsschwelle, die zwar ebenfalls bei 70 Prozent liegt, jedoch nur am finalen Bewertungstag, dem 05.09.14, aktiv wird. Für diese zusätzliche Sicherheit ist bei Zeichnung ein Ausgabeaufschlag von einem Prozent fällig.

ZertifikateReport-Fazit: Die Sicherheitsschwellen der Aktienanleihen Protect liegen auf Basis des aktuellen E.On-Kurses weit unterhalb des 10-Jahres-Tiefs. Ein Engagement erscheint daher interessant – dennoch sollte die historische Kursmarke nicht als Garantie für eine künftige Entwicklung interpretiert werden. Wer das Risiko einer Aktienlieferung ausschließen will, muss vor Bruch der Barriere verkaufen.

Walter Kozubek ist Herausgeber des ZertifikateReports und HebelprodukteReports. Die kostenlosen PDF-Newsletter erscheinen wöchentlich.
Weitere Infos: www.zertifikatereport.de und www.hebelprodukte.de.

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