Freiheitliche verloren an SPÖ, Nichtwähler und Stronach

3. März 2013, 22:30
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Wählerstromanalyse: SPÖ, ÖVP und Grüne konnten Großteil ihrer Wähler halten

Klagenfurt - Der Verlierer des Wahlsonntags in Kärnten, die FPK, hat nur noch 29 Prozent ihrer Wähler aus dem Jahr 2009 für sich mobilisieren können (damals traten die Freiheitlichen noch als "BZÖ - Liste Jörg Haider" an) . Laut einer Wählerstromanalyse des Meinungsforschungsinstitut SORA im Auftrag des ORF wanderte fast ein Viertel (22 Prozent) der Stimmen zur SPÖ, elf Prozent zum Team Stronach und sieben Prozent zum BZÖ. Ein weiteres Viertel (23 Prozent) der BZÖ-Wähler von 2009 schritt diesmal gar nicht mehr zu den Urnen.

ÖVP verlor zwölf Prozent an Grüne

Die Analyse basiert auf dem vorläufigen Endergebnis inklusive Wahlkarten-Prognose. Demnach haben die SPÖ, die ÖVP und die Grünen in Kärnten den Großteil ihrer Wähler halten können. Der SPÖ konnte 70 Prozent ihrer Wähler von 2009 wieder für sich gewinnen, die ÖVP 63 Prozent und die Grünen 62 Prozent. Einzig bei der ÖVP ging eine nennenswerte Gruppe an eine andere Partei verloren, nämlich zwölf Prozent an die Grünen. Im Gegenzug verloren die Grünen 19 Prozent ihrer Wähler von 2009 an die SPÖ.

BZÖ mobilisierte Nichtwähler

Dafür erzielten die Grünen Zugewinne von mehreren Parteien: 18 Prozent ihrer Stimmen kamen von Ex-Wählern der FPK (damals BZÖ), 17 Prozent von ehemaligen ÖVP-Sympathisanten und 16 Prozent von ehemaligen Wählern der SPÖ. Am erfolgreichsten bei der Mobilisierung ehemaliger Nichtwähler waren am Sonntag das BZÖ und das Team Stronach: Jeweils ein Fünftel ihrer Wähler war 2009 nicht wählen gegangen.

Beim Team Stronach stammte fast die Hälfte der Stimmen von ehemaligen BZÖ-Wählern, zehn Prozent von der ÖVP und sieben Prozent von der SPÖ. Beim BZÖ unter Josef Bucher kamen mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Stimmen von Wählern des "alten" BZÖ (heute FPK) und zehn Prozent von der SPÖ.

Wähler von Kleinparteien ("Sonstige") wechselten am Sonntag am ehesten zu den Grünen und zur SPÖ, die Listen "Piratenpartei Österreichs", "Allianz Soziales Kärnten/Aliansa Socialna Koroska", "Liste Stark" und "Lebenswerte Partei Österreichs" konnten von den anderen Parteien nur im minimalen Bereich Stimmen gewinnen. (APA, 4.3.2013)

  • Wer von wem in Kärnten stimmen holte.
    grafik: apa

    Wer von wem in Kärnten stimmen holte.

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