Aus der Hand gefressen

Einserkastl3. März 2013, 18:24
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Gute Nachrichten statt Horrormeldungen aus der Lebensmittelindustrie

Die Lebensmittelindustrie tut derzeit alles dafür, ihr teuer beworbenes Heile-Welt-Image zurechtzurücken: In den USA wurde gerade der weltgrößte Bierkonzern angeklagt, seine Produkte aus Prinzip mit Wasser zu strecken; in Deutschland verkauften 150 Eierfabriken ihre Produkte illegal als bio; die kreative Freiheit der globalen Faschierfleisch-Industrie ist ohnehin Legende. Oder vielmehr das Gegenteil.

Bitte dennoch die Gutgläubigkeit nicht verlieren - ganz sicher sind das alles nur "bedauerliche Einzelfälle", die eine stets um unser Wohl bemühte Branche in Verruf bringen!

Ob der täglich frischen Horrormeldungen wurde eine Studie fast übersehen, die zur Abwechslung gute Nachrichten bot: Die Uni Barcelona hat in einem Langzeitversuch bewiesen, dass mediterrane Kost mit Gemüse, Fisch und Hülsenfrüchten, Nüssen und Wein sowie Olivenöl entscheidend günstiger für die Herzgesundheit ist als das, was der Wohlstandsbürger sich tatsächlich so reinschiebt. Also vorzugsweise rotes Fleisch, Fertigprodukte, Industriefette und Süßzeug ohne Ende.

Der New York Times war diese Nachricht einen Aufmacher wert. Wobei man sich schon fragt, wo genau die tolle Neuigkeit liegt. Dass ordentliches Essen dem Menschen besser tut als Junkfood, kann doch keine Unbekannte sein. Außer vielleicht für jene, die ihren Körper ganz grundsätzlich als Müllhalde begreifen. (Severin Corti, DER STANDARD, 4.3.2013)

  • Dass Junkfood nicht gesund ist, ist vielen Menschen klar.
    foto: dpa/karl-josef hildenbrand

    Dass Junkfood nicht gesund ist, ist vielen Menschen klar.

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