Person Erwin Pröll als Hauptmotiv für VP-Wähler

3. März 2013, 18:24
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Stronach-Wähler erhofften sich "frischen Wind" - Grüne punkten mit dem Thema Umwelt

Wer bei der Landtagswahl die ÖVP wählte, der tat das vor allem wegen der Person Erwin Pröll. 90 Prozent der ÖVP-Wähler gaben als Wahlmotiv im Rahmen einer SORA-Wahltagsbefragung an: "Der Spitzenkandidat soll Landeshauptmann bleiben". 79 Prozent der Schwarz-Wähler meinten, die Partei habe "den besten Spitzenkandidaten", 74 Prozent, dass die Partei bisher "gute Arbeit" geleistet habe.


 



Die starke Bedeutung des Erwin Pröll zeigt sich auch daran, dass er bei weitem den höchsten Prozentsatz an Zustimmung bei der Frage erhält, wem die Wähler bei einer Direktwahl des Landeshauptmanns ihre Stimme geben würden: 53 Prozent antworten darauf mit seinem Namen, währen sämtliche Konkurrenten dabei fast nicht genannt werden: Dabei erhalten Josef Leitner 14 Prozent, Barbara Rosenkranz 6, Frank Stronach 4 und Madeleine Petrovic 3 Prozent.

Frischer Wind von Stronach

Die SPÖ konnte einen hohen Anteil an Stammwählern verzeichnen. Die FPÖ-Wähler fühlten ihre Interessen von Ihrer Partei besonders "gut vertreten". Sie wurden außerdem oft wegen des Motivs "Kontrolle von Missständen" gewählt, ebenso wie die Grünen von ihren Wählern.

Team Stronach - Wähler hatten zwei ganz klare Motive: Einerseits das, die Absolute Mehrheit zu brechen, andererseits das, "frischen Wind" zu bringen. Das wichtigste Thema für die Wahlentscheidung der FPÖ-Wähler war Sicherheit, 74 Prozent der blauwählenden Niederösterreicher nannten es.

Arbeitsplätze wichtig

Die Grünen konnten mit dem Thema Umwelt überzeugen (73 Prozent), Stronach mit Arbeitsplätzen und Korruptionsbekämpfung. SP-Wähler hielten das Thema Arbeitsplätze für wichtig, während die VP-Wähler wert auf Sicherheit, Gesundheit und Pflege legten.

Was den Zeitpunkt der Wahlentscheidung betrifft, haben die Niederösterreicher in den letzten Wochen Konstanz bewiesen: 85 Prozent sagen, dass sie ihre Entscheidung schon vor langer Zeit getroffen haben, nur 5 Prozent erst in den letzten Tagen vor der Wahl.

Frauen wählten Pröll

Interessant auch die Geschlechterverteilung: Pröll konnte überdurchschnittlich bei Frauen punkten, 58 Prozent der befragten Niederösterreicherinnen wählten ihn. Am wenigsten Zuspruch fand Pröll bei Arbeitern und öffentlich Bediensteten; außerdem bei denjenigen Wählern, die meinten, Niederösterreich habe sich in den vergangenen Monaten negativ entwickelt. (az, derStandard.at, 3.3.2013)

Link: SORA

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