Kärnten heilen? Ja, natürlich

Kommentar der anderen1. März 2013, 19:31
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Der Ernst der Lage in Österreichs Süden erfordert wirksame Maßnahmen. Hier eine Rezeptur, die eine Reinigung von allerlei "Giftstoffen aus der Vergangenheit" verspricht

Es ist Zeit, das Land und den Körper zu heilen. Schon Paracelsus wusste: " Ubi malum, ibi remedium" - "Wo das Übel ist, dort ist das Heilmittel auch."

Durch Korruption, Machtaneignung und absolutistisches Verhalten, durch parteipolitische, widmungsfremde Nutzung von Steuern sowie durch Zurufe an die Hypobank im und nach dem System H. ist das Land Kärnten schwer geschädigt worden und sind viele Menschen in Kärnten in Abhängigkeiten geraten. Ihr Körper und ihr Geist sind voller Gift.

Nach diesem weitreichenden Befund geht es darum, dass wir uns mit einem wirksamen Heilmittel an die Beseitigung der Reste und Abfallstoffe aus der Vergangenheit machen. Sind diese doch verantwortlich dafür, dass sie den Geist träge gemacht und die Widerstandskräfte vernichtet haben.

Rettung aus der Natur. Die Natur bietet uns - auch in Kärnten - eine große Bandbreite reinigender Kräuter und Pflanzen, die helfen, das angesammelte Gift wieder auszuscheiden. Für die hier anzuwendende spezielle Kärnten-Mischung nehme ich das Wermutkraut, die Wurzeln von Angelika, Baldrian und Beifuß, von Enzian, Kalmus und Löwenzahn sowie das Andornkraut, die Blutwurz, einige Walnussblätter, die Nachtkerze, das Tausendgüldenkraut, den Wegerich und die gute, alte Mistel. In den Basaren von St. Ruprecht kaufte ich noch Feines aus dem Orient dazu: Myrrhe, Zimtrinde und Kardamomfrucht.

Die wohl wichtigste Ingredienz habe ich aber am Ufer des Wörthersees gefunden: nämlich die Große Klette (lat. Arctium lappa = der raue Bär). Zuletzt wurden deren Wirksamkeit und ihr Wirkstoff - sowohl empirisch als auch wissenschaftlich - im Untersuchungsauschuss des Kärntner Landtages nachdrücklich bewiesen. Aufgrund dessen ist sie 2012 vom Bundeskanzleramt für Heilkräuter in die Heilpflanzensammlung unter der Bezeichung Arctium lappa Rolfus Holubus Carinthiae als hochpotenzielles Mittel gegen den Bazillus Carinthiae corruptionis et Unschuldsvermutung aufgenommen worden.

"Sobald solche Kräuter den toxischen Ballast verringert haben, kann der Körper jetzt größere Anstrengungen darauf verwenden, beschädigtes Gewebe zu erneuern und in Mitleidenschaft gezogenen Organe zu stärken" bestätigt auch mein englischer Kollege Andrew Chevallier im Großen Lexikon der Heilpflanzen.

Mit allen erwähnten Zutaten habe ich Euch den Ersten Original Kärnten Bitter / Prvi Koroski Pelinkovac gebraut: ein im Geschmack etwas herbes aber wirksames Mittel - quasi als Zaubertrank - gegen alle toxischen Einflüsse falscher Politik.

Anwendung: Bis zu den Wahlen am 3. März wird empfohlen: vor und nach dem Essen ein Frackerl, nach den Wahlen an jedem dritten Tag ein Frackerl auf nüchternen Magen, bis die Gesundung eintritt.

Die Gesundung wird durch den regelmäßigen Verzehr von zwei bis drei Echte Holubben / Pravi Golobi pro Tag unterstützt, machen doch die in Dinkelmehl ausgebackenen Echten Holubben / Pravi Golobi, denen neben Honig und Butter noch Muskatnuss, gemahlener Zimt, Neugewürz, Kardamom und Nelken beigefügt ist, den Menschen fröhlich, und sie wirken sich positiv auf seine Stimmung aus, weil sie den geschundenen Körper der Kärntnerinnen und Kärntner kräftigen und wärmen.

Poskusimo! / Probieren wir!

Na zdravje! / Gesundheit!

(Lojze Wieser, DER STANDARD, 2.3.2013)

(Mit Dank an Barbara Maier, die nicht nur die Kräuterwahl, sondern auch dieses Rezeptnotat prüfte.)

LOJZE WIESER ist Verleger in Klagenfurt. Text aus: Lojze Wieser, "Novum Herbarium Carinthiae / Novi Koroski Herbarium"

  • Der Kärntner Humor hat viele Facetten. Die Frage nach den Grenzen unserer Widerstandskraft nicht minder.
    foto: apa/eggenberger

    Der Kärntner Humor hat viele Facetten. Die Frage nach den Grenzen unserer Widerstandskraft nicht minder.

  • "Wo das Übel ist, dort ist das Heilmittel auch". - Lojze Wieser als Kräuterpfarer bei der Zubereitung heilsamer Substanzen zur politischen Entgiftung.
    foto: eggenberger

    "Wo das Übel ist, dort ist das Heilmittel auch". - Lojze Wieser als Kräuterpfarer bei der Zubereitung heilsamer Substanzen zur politischen Entgiftung.

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