48 ägyptische Christen in Libyen festgenommen

1. März 2013, 16:31
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Händlern werden Bekehrungsversuche vorgeworfen

Bengasi - In der libyschen Stadt Bengasi sind in dieser Woche knapp 50 ägyptische Christen festgenommen worden, denen offenbar Bekehrungsversuche vorgeworfen werden. "48 ägyptische Händler, die auf dem Markt von Bengasi arbeiteten, wurden aufgrund von Informationen festgenommen, wonach sie verdächtige Aktivitäten betrieben", sagte ein Vertreter der Sicherheitskräfte in der Stadt am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Die Gruppe habe Bibeln und Abbildungen von Jesus besessen sowie Bücher, die den Übertritt zum Christentum propagierten.

In einem im Internet aufgetauchten Video sind etwa 40 Männer zu sehen, die in einem kleinen Raum auf dem Boden sitzen. Ein ebenfalls anwesender Libyer sagt, die Männer seien wegen Bekehrungsaktivitäten festgenommen worden. Nach Angaben aus dem Stadtrat von Bengasi wurde das Video am Tag der Festnahme gedreht. Gegen die Männer werde wegen Verletzung der Einreiserichtlinien ermittelt. Auch der Vertreter der Sicherheitskräfte sagte, den Ägyptern werde illegale Einreise nach Libyen vorgeworfen.

Bereits Mitte Februar waren vier Ausländer in Bengasi festgenommen worden, denen missionarische Tätigkeit vorgeworfen wurde. Seit dem Sturz des früheren Machthabers Muammar al-Gaddafi und dem Erstarken islamistischer Kräfte äußert sich die christliche Minderheit in Libyen zunehmend besorgt über ihre Lage.(APA, 1.3.2013)

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