Rapid, das Kaninchen und die Schlange

1. März 2013, 15:12
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Schöttel vor dem Duell gegen WAC: "Müssen anfangen zu gewinnen" - Bjelica: Zwei Saisonsiege über Hütteldorfer Statistik ohne Wert

Wolfsberg - Der SK Rapid kämpft am Sonntag gegen einen Angstgegner um den ersten Frühjahrssieg in der Fußball-Bundesliga. Die Hütteldorfer bekommen es auswärts mit dem Wolfsberger AC zu tun, gegen den es in der laufenden Saison zwei Niederlagen setzte. Nun soll ausgerechnet im Kräftemessen mit dem Aufstieger die Misserfolgsserie von vier Partien ohne vollen Erfolg beendet werden.

Trainer Peter Schöttel sehnt bereits den ersten Drei-Punkter im neuen Kalenderjahr herbei. "In den ersten drei Spielen war von null bis neun Punkten alles möglich. Geworden sind es zwei, und das ist zu wenig. Deshalb wird es Zeit, dass wir anfangen zu gewinnen", betonte der 45-Jährige.

Dagegen sprechen nicht nur die bisherigen Duelle mit dem WAC, sondern auch die aktuelle Form der Kärntner. In ihren zwei Frühjahrsspielen holten Michael Liendl und Co. jeweils auswärts ein Unentschieden in Ried und einen Sieg gegen Sturm Graz. Allerdings kann die Heimbilanz (neun Punkten aus zehn Spielen, kein Sieg in den jüngsten fünf Matches in der Lavanttal-Arena) bei weitem nicht mit der Auswärtsbilanz (16 Punkte aus elf Spielen) mithalten. "Das geht aber nicht nur uns so. Viele Mannschaften tun sich leichter, wenn sie mehr Räume haben, und wir haben auch die Spieler zum Kontern", sagte WAC-Trainer Nenad Bjelica.

Schöttel geht davon aus, dass die Wolfsberger diesmal auch vor eigenem Publikum mit einer Kontertaktik antreten werden. "Das ist immer so, wenn Rapid, Salzburg oder die Austria gegen die kleineren Clubs spielen", sagte der Wiener. Im Vorjahr fanden die Hütteldorfer dagegen kein Rezept, was laut Schöttel aber auch am ungünstigen Spielplan lag. Jeweils drei Tage vor den Begegnungen mit dem WAC hatten die Grün-Weißen Europacup-Auswärtspartien zu bestreiten. "Und auch diesmal ist der WAC wegen der Absage des Dienstag-Spiels gegen Mattersburg ausgeruht, aber das darf keine Ausrede sein."

Auch die zu erwartenden schwierigen Platzverhältnisse lässt Schöttel schon vorab nicht als Entschuldigung gelten und warnte vielmehr vor den Qualitäten des WAC. "Das ist eine fußballerisch gute Mannschaft, die mit den Standards von Liendl über eine gefährliche Waffe verfügt."

Auch Bjelica war voll des Lobes über die gegnerische Truppe. "Unsere zwei Siege gegen Rapid sind nur eine Statistik, von der wir uns nicht täuschen lassen. Wir haben großen Respekt vor dem Namen und den Spielern von Rapid. Wenn wir gewinnen wollen, müssen wir am absoluten Limit spielen", betonte der Kroate. (APA, 1.3.2013) 

WAC - SK Rapid Wien (Wolfsberg, Lavanttal-Arena, Sonntag, 16.00 Uhr/live ORF eins, SR Eisner). Bisherige Saisonergebnisse: 1:0 (h), 2:0 (a)

WAC: Dobnik - Thonhofer, Jovanovic, Sollbauer, Baldauf - Polverino - Kerhe, De Paula, Liendl, Jacobo - Topcagic

Ersatz: Knaller - Suppan, Hüttenbrenner, Putsche, M. Kröpfl, Stückler, Zakany, Rivera

Es fehlen: Falk, Solano (beide verletzt)

Rapid: Königshofer - Trimmel, Sonnleitner, Gerson, Schrammel - Pichler, Boskovic - Alar, Hofmann, Burgstaller - Boyd

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Den Ball brachte Rapid in den letzten Treffen mit dem WAC das eine oder andere Mal an Goalie Dobnik vorbei. Ins Out.

     

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