Austria lässt die Ballettschuhe im Spind

1. März 2013, 14:23
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Stöger warnt vor Innsbruck im Aufwind und versprach: "Werden Punkte nicht wegen Überheblichkeit liegen lassen" Nachzügler will nach zwei Siegen en suite aus Wien "etwas mitnehmen"

Wien - Mit gewohnter Stärke, aber gebotenem Respekt will Fußball-Bundesliga-Tabellenführer Austria Wien am Samstag (18.30 Uhr) ins Heimspiel der 24. Runde gegen Wacker Innsbruck gehen. Dass ausgerechnet der Nachzügler den Favoritnern nach fünf Siegen hintereinander im eigenen Stadion gefährlich werden kann, scheint derzeit fast undenkbar. Doch nach zwei Dreipunktern in Folge hat das Winter-Schlusslicht aus Tirol Blut geleckt. "Wir wollen etwas mitnehmen", erklärte Wacker-Coach Roland Kirchler.

Kirchler, dessen Truppe nach Erfolgen über Mattersburg und WAC vom letzten auf den achten Platz vorgestoßen ist, ist sich freilich bewusst, dass es dazu einer herkulischen Leistung bedarf. Abgesehen von den Defensivspielern Hauser (gesperrt) und Bergmann (Meniskus) kann Kirchler dabei auf alle Akteure zurückgreifen. "Uns ist klar, dass wir krasser Außenseiter sind. Für mich wird die Austria Meister, weil sie einfach am konstantesten ist", betonte Kirchler.

Ob das für die von Sieg zu Sieg eilenden Veilchen reicht, wird sich in einer gut gefüllten Generali-Arena weisen. Denn alles spricht für die Gastgeber, die dank des 3:1-Erfolgs in Ried am Dienstag mit 57 Punkten nach 23 Runden den bisherigen vom FC Tirol und Sturm Graz gehaltenen Rekord seit Einführung der Dreipunkteregel (1995/96) brachen. Die Austria, (Heimbilanz 8-1-2) ist gegen Innsbruck zudem neun Partien en suite ungeschlagen, feierte zuletzt vier Zu-null-Siege gegen die Tiroler.

Barazite nicht fit

Coach Peter Stöger präsentierte sich der Presse am Freitag denn auch entspannt und optimistisch, mahnte vor seinem 50. Spiel als Austria-Trainer (Bilanz 32-10-7) aber wie üblich Demut ein. "Wenn alles normal läuft, müssten wir gewinnen. Aber das ist eine Mannschaft, die sich trotz wenig Unterstützung auf den Rängen von unten gelöst hat, die Erfolgserlebnisse gehabt hat und um den Verbleib in der Liga kämpft. Das sind Vorzeichen, dass es schwer werden wird. Ich warne davor, zu glauben, dass man das Spiel mit Ballettschuhen gewinnen kann."

Bis auf den am Knie blessierten Nacer Barazite und den gesperrten Emir Dilaver stehen Stöger alle Spieler zur Verfügung. An der Aufstellung dürfte sich im Vergleich zum Spiel in Ried nichts ändern, werden also Alexander Gorgon, der in den jüngsten beiden Partien ohne Tore gebliebene Goalgetter Philipp Hosiner und Tomas Jun die Offensive formen.

Das Duell am Samstag ist der Auftakt zu einer Dreierserie gegen Nachzügler, auf Wacker folgen die Spiele in Wr. Neustadt (9. März) und in Mattersburg (16. März). Stöger hat neun Punkte zwar nicht fix eingeplant, verwies aber auf die große Bedeutung dieser Partien. "Die sind sehr wichtig für uns, und wir wissen, dass sich das Umfeld erwartet, dass wir diese drei Spiele gewinnen. Eben weil wir gezeigt haben, dass wir Punkte aufgrund von Überheblichkeit nicht liegen lassen. Und das wird auch so bleiben", stellte der Wiener klar. (APA/red, 1.3.2013)

Bundesliga, 24 Runde:

FK Austria Wien - FC Wacker Innsbruck (Wien, Generali-Arena, 18.30 Uhr, SR Krassnitzer). Bisherige Saisonergebnisse: 2:0 (h), 3:0 (a)

Austria: Lindner - Koch, Rogulj, Ortlechner, Suttner - Mader, Holland, A. Grünwald - Gorgon, Hosiner, Jun

Ersatz: Kardum - Rotpuller, Leovac, Simkovic, Kienast, Vrsic, Stankovic

Es fehlen: Dilaver (gesperrt), Barazite (Knieprobleme)

Innsbruck: Safar - Kofler, Dakovic, Svejnoha, Schilling- Abraham, Merino - Schütz, Saurer, Wernitznig - R. Wallner

Ersatz: Egger - Siller, Perstaller, Hinterseer, Köfler, Piesinger, Schreter

Fraglich: Schütz (Muskelprobleme)

Es fehlen: Hauser (gesperrt), Bergmann (Meniskus)

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    Eine Chance für Innsbruck gäbe es, wenn sich Striker Roman Wallner (r.) selbst revitalisiert.

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