Grazer fand Spinne in einem Glas mit chinesischen Pilzen

1. März 2013, 10:41
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Zweite Probe aus selber Charge war laut Behörde einwandfrei

Graz - Ein Grazer hat in einem Glas mit eingelegten Pilzen aus China eine Spinne gefunden, wie die "Kleine Zeitung" am Freitag berichtete. Das kleine Krabbeltier - aus der Familie der Gliederfüßer - soll sogar noch gelebt und sich bewegt haben, als der Mann das Glas öffnete. Er brachte das Behältnis zur Lebensmittelaufsicht. Diese nahm sofort eine weitere Probe des Produkts aus dem oststeirischen Supermarkt, die aber in Ordnung gewesen sei, so der Leiter der Lebensmittelaufsicht des Landes, Christian Kaltenegger.

Der Grazer hatte das Glas mit den in Flüssigkeit eingelegten chinesischen Pilzen am 10. Jänner zur Behörde gebracht, bestätigte Kaltenegger gegenüber der APA den Bericht der Zeitung. Am darauffolgenden Tag haben die Behörden ein Glas des Produkts aus der selben Charge gezogen, das gemeinsam mit dem beanstandeten Produkt von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) untersucht wurde. Nähere Angaben zum Untersuchungsergebnis wurden nicht gemacht, aber "klarerweise war das Nahrungsmittel nicht zum menschlichen Verzehr geeignet", so Kaltenegger. Die zweite Probe sei hingegen nicht zu beanstanden gewesen.

Verwaltungsverfahren gegen "Erstinverkehrbringer"

Es sei recht unwahrscheinlich, dass die sehr kleine Spinne die Sterilisierung und auch den langen Exportweg von Fernost nach Europa überlebt haben könnte. Um welche Spinnenart es sich gehandelt hat, wurde nicht geklärt, dies sei für die Untersuchung nicht relevant gewesen, sagte Kaltenegger. Ein solcher Fall sei seines Wissen bisher nicht vorgekommen bzw. den Behörden gemeldet worden.

Gegen die Verantwortlichen des Supermarktes sei bei der Bezirkshauptmannschaft ein Verwaltungsstrafverfahren eingeleitet worden, weil diese die "Erstinverkehrbringer" seien. Laut Zeitung haben sich die Geschäftsleitung des Supermarktes und die Herstellerfirma bei dem Grazer schriftlich und mit einem Warenkorb entschuldigt. (APA, 1.3.2013)

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