Euro gibt weiter nach

1. März 2013, 17:15
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Einkaufsmanagerindizes belasten - US-Budgetstreit im Fokus

Wien - Der Euro hat sich heute, am Freitag, im späten Handel gegenüber dem US-Dollar weiter abgeschwächt präsentiert. Gegen 17 Uhr notierte der Euro bei 1,2984 Dollar und damit tiefer zum heutigen Richtkurs der Europäischen Zentralbank (EZB) von 1,3000 Dollar.

Einem Wiener Händler zufolge brachten den Euro vor allem die schwachen Konjunkturdaten aus der Eurozone unter Druck. So fielen etwa die Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe überwiegend schwach aus. Für Enttäuschung sorgten insbesondere die Daten aus Italien. Daneben belasteten auch die jüngsten Arbeitsmarktdaten aus dem Euroraum, die für den Jänner eine Rekordarbeitslosigkeit von 11,9 Prozent vermeldeten.

Daneben wurde die Euro-Schwäche auch auf die sinkende Inflation in der Eurozone zurückgeführt, die im Februar auf 1,8 Prozent nach 2,0 Prozent im Jänner zurückgegangen war. Die niedrige Inflation eröffne der EZB Spielraum für weitere Zinsschritte, hieß es.

Der Hauptfokus liege aber auf dem US-Budgetstreit, kommentierte ein Marktteilnehmer. In den USA läuft die Frist für eine Einigung zwischen Demokraten und Republikanern auf einen Konsolidierungskurs bis Mitternacht (Ortszeit) aus. Präsident Barack Obama will heute einen letzten Vermittlungsversuch starten, um die automatischen Ausgabenkürzungen im Umfang von 85 Mrd. Dollar zu vermeiden. Die Entwicklung der Verhandlungen könnte im späteren Handel noch für Bewegung sorgen, hieß es. Der am Nachmittag veröffentlichte und über den Erwartungen ausgefallene ISM Einkaufsmanagerindex der US-Industrie hat den Euro/Dollar Kurs indessen kaum bewegt. (APA. 1.3.2013)

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