Seit Einführung 356 Milliarden Euro für Hartz IV in Deutschland

1. März 2013, 06:11
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Größter Posten ist Arbeitslosengeld

Berlin - Seit der Einführung der sogenannten Hartz-IV-Reformen haben in Deutschland der Bund und die Kommunen einem Bericht zufolge insgesamt mehr als 355,5 Milliarden Euro für die Hilfen für Langzeit-Arbeitslose ausgegeben. Vom 1. Jänner 2005 bis 31. Dezember 2012 seien insgesamt 178,7 Milliarden Euro für das neu eingeführte Arbeitslosengeld II und das Sozialgeld geflossen, berichtete die "Bild"-Zeitung vom Freitag unter Berufung auf eine Aufstellung des deutschen Arbeitsministeriums. Für Unterkunft und Heizung schoss der Staat demnach 106,8 Milliarden Euro zu.

Die Leistungen zur Eingliederung in Arbeit wie Umschulungen und Weiterbildungen beliefen sich laut "Bild" auf 38,8 Milliarden Euro. Weitere 31,3 Milliarden Euro kostete demnach die Verwaltung von Hartz-IV. Die rot-grüne Koalition hatte im Zuge der Hartz-IV-Reformen die frühere Arbeitslosenhilfe für Langzeit-Arbeitslose und die Sozialhilfe zusammengelegt. Der Hartz-IV-Regelsatz für Erwachsene beträgt derzeit 382 Euro pro Monat. Zusätzlich bezahlt der Staat für Empfänger des Arbeitslosengeldes II innerhalb bestimmter Obergrenzen die Wohnung und die Heizkosten. (APA, 1.3.2013)

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