Frauen in die Technik

6. August 2003, 11:16
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Infineon als "Good-Practice"-Beispiel

Wien - Der österreichische Halbleiter-Hersteller Infineon Technologies mit Sitz in Villach ist eines von drei Partner-Unternehmen, mit denen Frauen- und Technologie-Ministerium den Frauenanteil in der heimischen Technologiebranche erhöhen wollen.

Vor zwei Jahren fiel der Startschuss zu einem von den Ministerien mit rund 111.000 Euro gesponserten Projekt unter dem Titel "Frauen und neue Technologien". Infineon hat seitdem zahlreiche Maßnahmen gesetzt, um seinen Frauenanteil von 13 Prozent im technologischen Bereich künftig zu steigern: Unter anderem durch verstärkte Ansprache von Absolventinnen technischer Studienrichtungen und die Schaffung frauenfreundlicher Rahmenbedingungen wie flexibler Arbeitszeiten.

Frauenministerin Rauch-Kallat setzt auf die "Signalwirkung" dieses "Good-Practice"-Beispiels. Es sei zu hoffen, dass viele Nachahmer aus der Branche folgen.

Handlungsbedarf besteht auch in der Forschung: Nur neun Prozent der industriellen Forscher Österreichs sind weiblich, der EU-Schnitt liegt bei 15 Prozent. In der Technologie-Forschung liegt der Frauenanteil zwar bei 19 Prozent, EU-weit ist Österreich damit aber Schlusslicht.

Technologie-Minister Hubert Gorbach plant im Herbst ein Programm (FEMtech), das Frauen in der Forschung fördern soll. (jabü/DER STANDARD, Printausgabe 16.07.2003)

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