Neuer Wirbel in der Akademie

28. Februar 2013, 18:04
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Mathematiker verlässt Forschungskuratorium der ÖAW

Wien - Der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) kam ein Berater abhanden: Der renommierte französische Mathematiker Ivar Ekeland hat, wie nun erst bekannt wurde, Ende Jänner das Forschungskuratorium der Akademie aus Protest gegen das ÖAW-Präsidium verlassen.

Das ehemals elfköpfige Kuratorium wurde gegründet, um das Präsidium der ÖAW zu beraten. Die Empfehlungen seien aber "vergessen, verwässert oder brüsk zurückgewiesen worden", kritisiert Ekeland in einem dem STANDARD vorliegenden Brief. Das Präsidium habe sich nicht an Zusagen betreffend zwei aktuelle Institutsgründungen gehalten: Ein archäologisches Institut hätte erst nach der ÖAW-Präsidentenwahl am 15. 3., ein zeitgeschichtliches gar nicht gegründet werden sollen.

ÖAW-Präsident Helmut Denk bedauerte den Schritt, rechtfertigte die schnellen Institutsgründungen und sagte, dass die ÖAW- Reform auf einem guten Weg sei. Weitere Austritte aus dem Kuratorium seien laut Insidern "nicht unwahrscheinlich". (pi, DER STANDARD, 01.03.2013)

  • Ivar Ekelands Brief

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  • Stellungnahme des ÖAW-Präsidiums zum Rücktritt Ekelands

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  • Stellungnahme der Jungen Kurie der ÖAW zum Rücktritt

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