Keine feierliche Verabschiedung für Entacher

28. Februar 2013, 16:06
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Generalstabschef verzichtet auf redimensionierte Feier - Stattdessen kleiner Festakt in Rossauerkaserne - Scharfe Kritik von FPÖ an Darabos

Wien - Der vor der Pensionierung stehende Generalstabschef Edmund Entacher verzichtet auf die für den 22. März in der Maria Theresien Kaserne in Wien geplante feierliche Verabschiedung in den Ruhestand. Nachdem Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) die ursprünglichen Pläne für den Festakt als zu üppig abgelehnt hatte, war zunächst eine redimensionierte Feier geplant. Auf diese verzichtet Entacher nun, stattdessen wird er sich am selben Tag in der Rossauerkaserne in den Ruhestand verabschieden, hieß es am Donnerstag im Verteidigungsministerium.

Ein Sprecher von Darabos betonte gegenüber der APA, dies sei nicht auf eine Entscheidung des Kabinetts zurückzuführen. Der Generalstab habe von sich aus entschieden, die Feier nicht in der geplanten Form machen zu wollen - "wir nehmen das zur Kenntnis". Darabos werde Entacher - wie bereits angekündigt - im Rahmen der Pensionierungsfeier seines Ressorts im Heeresgeschichtlichen Museum verabschieden. Dabei werden all jene Heeresangehörigen verabschiedet, die in Pension gehen.

Festakt in kleinerem Rahmen

Auch die Presseabteilung des Verteidigungsministeriums bestätigte, dass am 22. März bloß ein militärischer Festakt in kleinem Rahmen in der Rossauerkaserne stattfinden wird. Entacher habe dies selbst beschlossen. Dabei werden all jene Personen, die unmittelbar vom Generalstabschef geführt waren, im Hof der Kaserne antreten.

Entacher selbst war vorerst für die APA nicht erreichbar. Scharfe Kritik an Darabos übte die FPÖ. Die Absage sei auf eine Entscheidung des Kabinetts Darabos zurückzuführen, erklärte FPÖ-Abgeordneter Mario Kunasek in einer Aussendung. "Die Sache ist billig und durchschaubar und eines Ministers nicht würdig", kommentiert er als Mitglied des Landesverteidigungsausschusses. (APA, 28.2.2013)

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