Greenpeace: WHO beschönigt Krebsrisiko in Fukushima

28. Februar 2013, 14:44
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Nach wie vor leben viele Menschen in kontaminierten Zonen

Fukushima/Wien - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Bericht zum Krebsrisiko in Fukushima die Verstrahlung der Menschen in der 20-Kilometer-Zone rund um das havarierte Atomkraftwerk nicht richtig dargestellt, kritisiert die Umweltschutzorganisation Greenpeace. Wichtige Informationen zu den tatsächlichen Auswirkungen des Atomunfalls würden zurückgehalten.

"Es ist schockierend, wie der Bericht versucht, das tatsächliche Krebsrisiko zu verdecken, indem er dieses in Prozenten angibt - in der Realität werden jedoch tausende Menschen davon betroffen sein", sagte Julia Kerschbaumsteiner, Atomsprecherin bei Greenpeace. Die WHO müsse aufhören, die Folgen kleinzureden, und das Augenmerk auf jene Millionen Menschen richten, die immer noch in den kontaminierten Zonen leben müssen. (APA, 28.2.2013)

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    Die Polizei sucht in Schutzanzügen das kontaminierte Gelände rund um Fukushima ab.

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