Parteien und Organisationen öffnen ihre Tore

7. März 2013, 13:35
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Frauenministerin Heinisch-Hosek läd zum Talk über Schönheitsindustrie - ÖVP und FPÖ setzen auf Frauengesundheit

Wien - Zum 102. Mal wird am Freitag, 8. März, der Internationale Frauentag begangen. Parteien und Organisationen laden auch in diesem Jahr wieder zu zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek öffnet wieder ihr Ministerium - heuer mit einem Talk zum Thema "Wie die Schönheitsindustrie unser Leben bestimmt".

Open House bei der Frauenministerin

Nach einem Live-Chat der SPÖ-Frauen mit Heinisch-Hosek bietet sich am Nachmittag die Gelegenheit, beim Open House die Räumlichkeiten zu besichtigen und die Ressortchefin zu treffen. Beim "Talk" zum Thema "Ganz schön ... anstrengend?!" diskutieren Heinisch-Hosek, die ehemalige Miss Austria Carmen Stamboli und Lisa Tomaschek-Habrina vom Institut für Menschen mit Essstörungen. Abschließend wird DJane Michaela Reichel für musikalische Unterhaltung sorgen.

ÖVP-Frauen setzen auf Gesundheit

Die SPÖ-Frauen organisieren in ganz Österreich Lesungen, Kabaretts, Straßenaktionen sowie Verteilaktionen zum Thema "Das Leben ist viel zu kurz, um Hemden zu bügeln. Haushalt ist auch Männersache". Entsprechende Post-its sollen ihren Weg auf Haustüren, Postkästen oder Zeitungstaschen finden.

Das Thema Gendergesundheit steht im Fokus der ÖVP-Frauen, denn hier sei Österreich im internationalen Vergleich ein Schlusslicht. Obfrau Dorothea Schittenhelm wies darauf hin, dass 85 Prozent der medizinischen Studien für Männer durchgeführt werden und Frauen oft die falsche Diagnose gestellt wird. An Frauen jeden Alters appellierte sie, vorzusorgen und "auf sich zu schauen".

"Neue Meinungsmärkte - Alte Männermächte"

Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und das Frauennetzwerk Medien laden am Mittwoch (6. März) zu einer Podiumsdiskussion ins Parlament. Neben Prammer werden am Podium auch die Professorin Edeltraud Hanappi-Egger von der Wirtschaftsuniversität Wien und Anita Zielina, stellvertretende Chefredakteurin von Print- und Online-"Standard" am Sprung zum "stern" in Hamburg, sitzen. Der Titel der Veranstaltung lautet: "Neue Meinungsmärkte - Alte Männermächte. Frauen und Teilhabe in Demokratie und Medien". Im Parlament finden in der Woche 4. bis 9. März außerdem spezielle, kostenlose Führungen zum Thema "Frauen im Parlament" statt.

Auch die Opposition ist rund um den Frauentag aktiv. Die Grünen präsentierten schon im Vorfeld ihren "Grünen Frauenbericht", die Freiheitlichen laden für 7. März in das Palais Epstein - im Mittelpunkt steht dabei die Frauengesundheit. Das BZÖ hält am Frauentag in der Steiermark ein Seminar zum Thema "Netzwerken" ab. Das Team Stronach plant laut eigenen Angaben nichts Spezielles.

Frauen mit internationalem Hintergrund

Zum bereits sechsten Mal wird am Freitagabend im Rahmen einer Gala der "MiA-Award" für herausragende Frauen mit internationalem Hintergrund verliehen. Als "Special Guest" wurde Auma Obama - Halbschwester von US-Präsident Barack Obama - angekündigt. Erwartet werden im "Studio 44" wieder zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Das Rahmenprogramm gestalten Timna Brauer, Maya Hakvoort und Ramesh Nair.

In den Bundesländern sind ebenfalls Aktionen und Veranstaltungen geplant. In Wien etwa öffnet das Rathaus am 8. März seine Tore für Mädchen und Frauen. Ab 15.00 Uhr stehen Führungen, Workshops und Unterhaltung auf dem Programm. Kostenlose Kinderbetreuung wird angeboten.

Protest gegen Arbeitsbedingungen

Der Internationale Frauentag für mehr Chancengleichheit wird dieses Jahr zum 102. Mal begangen. Zurück geht die Einrichtung des Frauentags auf einen Streik von Textilarbeiterinnen 1908 in den USA. Laut den Vereinten Nationen haben dabei Frauen in New York gegen die schlechten Arbeitsbedingungen protestiert. Am 19. März 1911 fand in Wien die erste große Demonstration für die Rechte der Frauen statt. (APA, 5.3.2013)

  • Am 19. März 1911 fand in Wien die erste große Demonstration für die Rechte der Frauen statt. Über 100 Jahre später muss noch immer marschiert werden.
    foto: diestandard.at

    Am 19. März 1911 fand in Wien die erste große Demonstration für die Rechte der Frauen statt. Über 100 Jahre später muss noch immer marschiert werden.

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