17-Jähriger in Neu-Delhi wegen Mordes und Vergewaltigung angeklagt

28. Februar 2013, 14:19
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Das Verbrechen an einer 23-Jährigen hatte weltweit Empörung ausgelöst

Neu-Delhi  - Im Verfahren wegen der Gruppenvergewaltigung einer Inderin im vergangenen Dezember hat ein Jugendgericht in Neu-Delhi einen 17-Jährigen am Donnerstag angeklagt. Der Jugendliche hatte dem Gericht zufolge eine Schlüsselrolle bei der Beraubung, Vergewaltigung und Ermordung der 23-jährigen Studentin gespielt. Er wird der kriminellen Verschwörung, der Vergewaltigung und des Mordes beschuldigt. Nach Angaben aus Gerichtskreisen plädierte der Angeklagte auf nicht schuldig.

Gemäß der indischen Rechtsprechung drohen dem Angeklagten im Fall einer Verurteilung wegen seiner Minderjährigkeit höchstens drei Jahre Haft in einer Vollzugsanstalt. Das geringe Strafmaß hat landesweit für Empörung gesorgt. Doch ein Parlamentsausschuss stimmte am Mittwoch dagegen, das Alter für Strafbarkeit nach dem Erwachsenenrecht auf 16 Jahre zu senken.

Die Gruppenvergewaltigung der jungen Frau hatte weit über Indien hinaus Entsetzen ausgelöst. Sechs Täter hatten die Studentin in Neu-Delhi vergewaltigt und schwer misshandelt. Sie starb wenige Tage später im Krankenhaus. Wegen der Tat stehen in einem anderen Verfahren fünf Männer unter anderem wegen Mordes vor Gericht. Ihnen droht die Todesstrafe. (APA, 28.2.2013)

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