"Sequester": Den USA droht die Sparbombe

Ansichtssache28. Februar 2013, 16:02
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Wegen des hartnäckigen Schuldenstreits zwischen Obama und den Republikanern könnte es am 1. März zu automatischen milliardenschweren Einsparungen kommen

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Ein Gespenst geht um in den USA, und es heißt "Sequester". Um Mitternacht des 1. März treten aller Voraussicht nach automatische und drastische Kürzungen der Staatsausgaben ohne jede politische Gewichtung in Kraft - zum ersten Mal seit 1991. Schuld daran tragen die erbitterten Grabenkämpfe zwischen Republikanern und Demokraten. Als die Republikaner infolge des Schuldenstreits im Sommer 2011 jede weitere Kreditaufnahme mit Einsparungen verknüpften, setzte sich der Kongress ein ehrgeiziges Ziel: Kommt es zu keiner Einigung über Einsparungsprogramme, wird ab 2013 per Rasenmäherprinzip gekürzt.

Diese Frist wurde Ende 2012 vom 1. Jänner auf den 1. März verschoben. Nun droht eine erneute Rezession über die größte Volkswirtschaft der Welt hereinzubrechen. Umgerechnet 900 Milliarden Euro sollen insgesamt in den kommenden zehn Jahren eingespart werden, 61 Milliarden schon bis September.

Vor allem demokratische Politiker warnen vor unabsehbaren Folgen. Das Weiße Haus legt die Details in einem 392 Seiten umfassenden Dokument dar. derStandard.at hat einige der wichtigsten Punkte zusammengefasst.

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