Europas Leitbörsen schließen einheitlich positiv

28. Februar 2013, 18:34
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Gute Vorgaben aus USA und Asien stützen - Notenbanker-Aussagen sorgen für positive Grundstimmung

Frankfurt am Main - Nach positiven Vorgaben von der Wall Street sowie von den asiatischen Handelsplätzen haben die europäischen Leitbörsen den Handel am Donnerstag mit Kursgewinnen beendet. Der Euro-Stoxx-50 zog um 21,66 Einheiten oder 0,83 Prozent auf 2.633,55 Zähler an.

Marktteilnehmer machten verstärkt die jüngsten Aussagen internationaler Notenbanker für die positive Grundstimmung an den Märkten verantwortlich. Erst am gestrigen Mittwoch hatte Fed-Chef Ben Bernanke seine ultra-lockeren Geldpolitik verteidigt und damit die US-Aktienmärkte beflügelt, hieß es. Zudem hatte EZB-Chef Mario Draghi erneut bekräftigt, dass die Europäische Notenbank an ihrer lockeren Geldpolitik festhalten werde.

Sorgen um Italien in Hintergrund

Die Sorgen um die politische Situation in Italien rückten daneben wieder etwas in den Hintergrund. Das Wahl-Patt in dem südeuropäischen Land sei schnell wieder verdaut worden, hieß es von Marktteilnehmern.

An die Spitze des Euro-Stoxx-50 setzten sich Essilor International, welche 5,94 Prozent auf 79,05 Euro zulegten. Gute Geschäfte in den Schwellenländern und in den USA haben bei dem Brillengläser-Hersteller zu einem kräftigen Gewinnanstieg geführt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Überschuss um fast 16 Prozent auf 584 Mio. Euro.

Ebenfalls weit oben auf der Kurstafel rangierten Bayer mit plus 2,71 Prozent auf 75,86 Euro. 2012 konnte der Chemie- und Pharmakonzern sowohl seinen Umsatz als auch das operative Ergebnis deutlich steigern.

Telekomwerte

Ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückten außerdem Telekomwerte. Die Papiere der Deutschen Telekom gaben minimale 0,02 Prozent auf 8,227 Euro ab, nachdem das Unternehmen für das vierte Quartal ein schwächer als erwartetes operatives Ergebnis ausgewiesen hatte. Die Zahlen des spanischen Branchenkollegen Telefonica wurden dagegen positiv am Markt aufgenommen. Trotz eines Gewinneinbruchs wegen hoher Abschreibungen auf Geschäfte in den Euro-Krisenstaaten Italien und Irland nimmt das Unternehmen in diesem Jahr die Dividendenzahlung wieder auf. Telefonica rückten um 2,04 Prozent auf 10,00 Euro vor.

Weiters legten einige Versorger ihre Bilanzen vor. Wegen Abschreibungen in Europa ist der Gewinn des französischen Strom- und Gasversorgers GDF Suez um 60 Prozent zurückgegangen. Unterm Strich blieben dem Konzern im vergangenen Jahr 1,6 Mrd. Euro. GDF Suez schlossen um 0,49 Prozent höher bei 14,48 Euro. Zahlen kamen überdies von Repsol (plus 1,34 Prozent auf 16,31 Euro). Die Teilverstaatlichung der argentinischen Tochter YPF hat bei dem spanischen Ölkonzern auf den Gewinn gedrückt. Das Unternehmen verdiente 2012 2,1 Mrd. Euro.

Nach einem positiven Analystenkommentar rückten zudem RWE um 1,86 Prozent auf 28,135 Euro vor. Morgan Stanley hat das Unternehmen von "Equal-weight" auf "Overweight" hochgestuft, aber das Kursziel auf 33,00 Euro belassen. (APA, 28.2.2013)

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