Umfragen: Pröll hält Mandatsmehrheit, SPÖ gewinnt in Kärnten

28. Februar 2013, 09:02
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Stimmenverlust für ÖVP in Niederösterreich, Verluste auch für FPK prognostiziert

Laut Umfragen wird die ÖVP in Niederösterreich ihre Mandate halten, in Kärnten werden sich bei der Wahl am Sonntag neue Mehrheiten ergeben.

Demnach zeichnet sich in Niederösterreich ein Verlust der absoluten Stimmenmehrheit für Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) ab. Nach Mandaten dürfte er die Absolute aber halten. Zwischen Mitte Jänner und Ende Februar wiesen diverse Umfragen von Gallup, Market, Karmasin und OGM (unter jeweils 400 bis 500 Befragten) zwischen 46 und 51 Prozent für die niederösterreichische ÖVP aus. Das würde gegenüber 2008 einen Verlust zwischen dreieinhalb und achteinhalb Prozentpunkten bedeuten. Damals war die ÖVP auf 54,4 Prozent gekommen.

SPÖ in NÖ: Umfragen gespalten

Für die SPÖ deuten die meisten Umfragen darauf hin, dass es weiter bergab geht, allerdings prognostizieren zumindest zwei davon geringe Zuwächse. Demnach würden zwischen 21 und 27 Prozent die niederösterreichischen Sozialdemokraten wählen. 2008 hatten das 25,5 Prozent getan.

Unsicher scheint, wer den Kampf um Platz drei gewinnt. Der FPÖ werden zwischen acht und elf Prozent vorausgesagt, den Grünen sieben bis neun. Das Team Stronach würden laut Umfragen sechs bis zehn Prozent der Niederösterreicher wählen.

SPÖ in Kärnten auf Platz eins

In Kärnten sehen die bisher veröffentlichten Umfragen klar die SPÖ auf Platz eins - wenn auch mehrere Meinungsforscher zuletzt meinten, die Sache sei noch nicht gegessen. Fix ist, dass die Kärntner SPÖ ordentlich zulegen wird: Die Demoskopen prognostizieren ihr 31 bis 37 Prozent, 2008 war die Kärntner Landespartei auf 28,7 Prozent gekommen.

FPK fällt hinter Rekordergebnis zurück

Die skandalgeschüttelte FPK wird laut Umfragen am Sonntag auf 20 bis 26 Prozent kommen. Sie muss sich am Rekordergebnis des BZÖ aus dem Jahr 2008 messen lassen, als die damals noch unter dem Dach des BZÖ angetretene Partie um Landeshauptmann Gerhard Dörfler auf 44,9 Prozent kam. Wenige Monate danach war die Partei zu den Blauen zurückgekehrt.

Für das im Jänner 2010 in Kärnten neu gegründete BZÖ wird die Wahl zum Überlebenskampf. Die Umfragewerte der vergangenen Monate schwanken zwischen drei und sechs Prozent. Zum Einzug in den Landtag müsste das BZÖ landesweit fünf Prozent landesweit oder ein Direktmandat erreichen.

Mit Verlusten rechnen muss auch die ebenfalls von Skandalen betroffene ÖVP. 2008 lag die Partei noch bei 16,8 Prozent. Nach dem Rücktritt von Parteichef Josef Martinz und dem erhofften Neuanfang unter dem Duo Gabriel Obernosterer und Wolfgang Waldner weisen die Umfragen recht konstant zwölf bis 13 Prozent für die Kärntner ÖVP aus.

Grüner Aufstieg

Damit könnte die Volkspartei hinter die Grünen zurückfallen, denen ein Aufstieg prognostiziert wird. Nach 5,2 Prozent im Jahr 2008 dürfte die Partei ihre Stimmenanteile mehr als verdoppeln. Laut Umfragen würden zwischen zehn und 17 Prozent für Rolf Holubs Fraktion stimmen.

Interessant werden könnte auch das Abschneiden des Teams Stronach, das in Kärnten der Ex-Sozialdemokrat und Spittaler Bürgermeister Gerhard Köfer anführt. Laut Umfragen werden zehn bis 14 Prozent die neue Partei wählen - und damit mehr als in Niederösterreich, wo Bundesparteichef Frank Stronach selbst als Spitzenkandidat ins Rennen geht. (APA, 28.2.2013)

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