Hacker greifen Regierungscomputer in Europa an

28. Februar 2013, 07:14
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Staatliche Netzwerke in Tschechien, Irland, Portugal und Rumänien im Visier

Hacker haben dutzende Computersysteme von Regierungen in Europa angegriffen. Die unbekannten Täter nahmen staatliche Netzwerke in Tschechien, Irland, Portugal und Rumänien ins Visier, berichteten Computersicherheitsexperten am Mittwoch. Die Hacker nutzten demnach Sicherheitslücken von Adobe Systems aus und schickten ihren Angriffszielen infizierte PDF-Dokumente.

Ein Staat

"Die technischen Indikatoren zeigen, dass es sich um einen neuen Gefahrentyp handelt, von dem so noch nicht berichtet worden ist", sagte Kurt Baumgartner, Sicherheitsexperte bei Kaspersky. Sein Kollege Boldizsar Bencsath, Sicherheitsexperte bei CrySyS, vermutet einen Staat hinter der Attacke. Die Raffinesse und die Ziele wiesen darauf hin. Gleichzeitig bemerkte Bencsath, dass es schwer sei, das betreffende Land zu identifizieren.

Die Hacker tauften ihre schädliche Software "MiniDuke", die hauptsächlich beim PDF-Programm Acrobat Reader injiziert wurde. Details über den Schaden sind noch nicht bekannt. Bencsath geht davon aus, dass die Hacker Hintertüren installiert haben, um Daten von ihren Angriffszielen abzusaugen.

Konzerne als Opfer

In den vergangenen Wochen wurde vermehrt von Hackerangriffen auf Unternehmen berichtet. Zu den prominenten Opfern zählten die "New York Times", Twitter und Apple. Auch die Industriekonzerne ThyssenKrupp und EADS wurden massiv von Hackern angegriffen. Dabei wurde meist China hinter den Attacken vermutet. (APA, 28.02. 2013)

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