Voest will deutsches Schienenwerk schließen

27. Februar 2013, 19:22
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Duisburg/Linz -  Nach dem Scheitern der Verhandlungen über einen Interessensausgleich für die Beschäftigten der Duisburger TSTG Schienentechnik soll am kommenden Montag ein gesetzliches Einigungsverfahren eingeleitet werden. Das kündigte der börsenotierte österreichische Stahlkonzern voestalpine als Eigentümer des Schienenwerks am Mittwoch in Linz an - die Aussendung findet sich auch auf der Homepage des Unternehmens. Geplant sei eine Schließung der Schienenproduktion in Duisburg zum Ende des Jahres.

Von einer Schließung der TSTG Schienentechnik GmbH wären nach Angaben der IG Metall rund 400 Mitarbeiter betroffen. Die Arbeitnehmervertreter setzen sich für einen Verkauf des Werks ein. Mehr als einhundert Beschäftigte wollen deshalb an diesem Donnerstag (28.2.) vor dem Düsseldorfer Landtag für ihre Forderung demonstrieren, sagte ein Sprecher.

Voestalpine wies dagegen auf Überkapazitäten und einen ruinösen Preiskampf hin. Dadurch sei das Werk "chancenlos", hieß es. Bisher habe auch kein potenzieller Käufer Interesse gezeigt. In Deutschland war der österreichische Konzern zuletzt im Zusammenhang mit einem Schienenkartell in die Schlagzeilen geraten. Beteiligt waren auch die deutschen Hersteller ThyssenKrupp und Vossloh. Die Unternehmen sollen über Jahre hinweg Preise abgesprochen haben. (APA, 27.2.2013)

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