Schilddrüsen-Anomalien bei Fukushima-Kindern

27. Februar 2013, 18:50
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Bulgarien stoppt den Bau eines zweiten AKWs

Fukushima/Sofia/Ljubljana – Bei Untersuchungen von Kindern und Jugendlichen in der japanischen Präfektur Fukushima habe sich eine "extrem hohe Anomalie" gezeigt, berichtete Global 2000 am Mittwoch. Von den 133.089 Untersuchten hatten 55.592 oder 41,8 Prozent Zysten und Knoten in den Schilddrüsen – teilweise bis zu einem Durchmesser von mehr als zwei Zentimetern.

Der normale Durchschnitt liege bei 1,5 bis drei Prozent, erläuterte Reinhard Uhrig von Global 2000. Die Umweltschützer fordern nun eine internationale Unterstützung der japanischen Gesundheitsbehörden. Die durch einen Tsunami ausgelöste Nuklearkatastrophe von Fukushima jährt sich am 11. März zum zweiten Mal.

Baustopp eines AKWs in Bulgarien

Bulgarien hat am Mittwoch den Bau eines neuen Atomkraftwerks in Kooperation mit Russland gestoppt. Im Parlament in Sofia stimmten 114 Abgeordnete für die Einstellung des Baus – nur 40 Stimmen waren für das Projekt. Das Parlament stimmte gleichzeitig für die Verlängerung der Lebensdauer des AKWs Kosoduj aus kommunistischer Zeit sowie für den Bau eines weiteren Meilers an diesem Standort.

Das slowenische Atomkraftwerk Krško, das sich am Montag wegen eines Ventilversagens selbsttätig abgeschaltet hat, soll voraussichtlich in einer Woche wieder ans Netz gehen. (APA, frei, DER STANDARD, 28.2.2013)

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    Radioaktivitätsmessung kurz nach der Atomkatastrophe von Fukushima. Jetzt werden viele Anomalien festgestellt.

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