Erdogan: "Zionismus ist Verbrechen gegen die Menschlichkeit"

27. Februar 2013, 17:25
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Türkischer Premier verurteilt Blockade im Sicherheitsrat gegen Eingreifen in Syrien und fordert UNO-Reform

Wien - Beim Wiener Gipfel der Allianz der Zivilisationen der Vereinten Nationen (UNAOC) hielt der türkische Premier Recep Tayyip Erdogan heute eine Rede über die Rolle der Religionen. Der Islam sei eine friedliche Religion, und die Interpretation des Krieges in Mali als "religiöse Gewalt" sei falsch. Hass gegen Religionen sei zu ächten. "Darum sollten wir, ebenso wie Faschismus, Zionismus und Antisemitismus, auch Islamophobie als Verbrechen gegen die Menschlichkeit betrachten", sagte Erdogan.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat angesichts des Bürgerkrieges in Syrien eine Reform der Vereinten Nationen gefordert. Zwei von fünf Vetomächten im UNO-Sicherheitsrat blockierten eine Lösung des Konflikts, dies sei ein "fundamentales Problem", sagte Erdogan am Mittwoch. Russland und China haben bisher in dem UNO-Gremium gegen mehrere Resolutionen zu Syrien gestimmt.

Es brauche eine "bedeutende Reform" der UNO-Strukturen, sagte Erdogan. Auch führte er an, dass die fünf Vetomächte im UNO-Sicherheitsrat nicht die Weltreligionen repräsentierten, und die nicht-ständigen Mitglieder nicht die nötige Relevanz hätten.

Der türkische Premier forderte weiters die EU-Staaten auf, die Türkei besser bei der Bekämpfung des Terrorismus zu unterstützen. Diesbezüglich könne auch die von der Türkei angestrebte EU-Mitgliedschaft eine wichtige Rolle spielen. (APA, 27.2.2013)

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    Die UNO bot dem türkischen Premier in Wien ein Forum für seine provokanten Aussagen.

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    Danach traf Erdogan Bundespräsident Heinz Fischer.

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