Weder Rektoren noch Studenten glücklich mit Reform des Uni-Zugangs

27. Februar 2013, 15:58
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Universitätenkonferenz: Verpflichtende Studienplätze um ein Vielfaches höher als Kapazitäten - ÖH kritisiert Studienplatzfinanzierung als Raub von Zukunftschancen junger Menschen

Wien - Der Probelauf zur Studienplatzfinanzierung, der heute im Nationalrat beschlossen wird und in 19 weiteren Fächern Zugangsbeschränkungen ermöglichen soll, macht die von der Reform Betroffenen nicht glücklich. Während die Rektoren beklagen, dass die Zahl der Studienanfänger, die die Unis in diesen Fächern ab Herbst aufnehmen müssen, die tatsächlichen Kapazitäten um ein Vielfaches übersteige, sieht die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) das Ende des freien und offenen Hochschulzugangs "endgültig besiegelt".

Die Universitätenkonferenz (uniko) kritisierte, dass die Regierungsparteien "die Chance zu einem großen Wurf verabsäumt haben". Der Gesetzgeber habe sich statt der angekündigten "kapazitätsorientierten und studierendenbezogenen Studienplatzfinanzierung" für Zulassungsverfahren entschieden, die den bürokratischen Aufwand der Unis erhöhen würden, ohne eine Entlastung in den überfüllten Studienrichtungen zu bewirken, bedauerte uniko-Präsident Heinricht Schmidinger in einer Aussendung. Die Unis würden dennoch an einer engen Abstimmung bei den Registrierungsverfahren und Fristen arbeiten.

ÖH-Generalsekretär Christoph Huber (Fraktion Engagierter Studierender, FEST) warf Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) indes vor, er versuche unter dem Deckmantel der Studienplatzfinanzierung "seinen Traum von Elite-Universitäten wahr werden zu lassen". Gleichzeitig befürchten die Studentenvertreter, dass durch die Verquickung der Studentenzahlen, Betreuungsverhältnisse und Budgetzahlen die Uni-Budgets und gleichzeitig die Zahl der Studenten verringert werden könnten. "Diese Reform wird die Finanzierungsprobleme der Hochschulen nicht lösen, aber unzähligen jungen Menschen Zukunftschancen rauben, die vielleicht bereits nächstes Semester vor verschlossenen Türen stehen werden." (APA, 27.2.2013)

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