"Schalter" im Gehirn als Ursache von Lernblockaden verdächtigt

3. März 2013, 11:57
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Protein Homer-1 spielt laut deutschen Forschern eine wichtige Rolle

München - Deutsche Forscher haben einen Mechanismus entdeckt, der für durch Prüfungsstress hervorgerufene Lernblockaden mitverantwortlich sein könnte. In Studien mit Mäusen fanden sie einen Schalter für stressbedingte Lerndefizite, der unabhängig von gewöhnlichen Stresshormonen arbeite, wie das Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München mitteilte.

Grund für die Lernblockade sei ein Mangel an dem Protein Homer-1 im Hippocampus, einer für das Lernen zentralen Hirnregion. Stress verringere die Homer-1-Menge, was die Aktivität der Nervenzellen verändere.

Die Wissenschafter setzten Mäuse für fünf Minuten unter Stress und stellten fest, dass die Tiere auch acht Stunden später noch Defizite beim Lernen hatten. Sie führten das auf einen stressbedingten Rückgang des Proteins Homer-1 zurück. Eine Schwächung der Lernfähigkeit ließ sich bei den Mäusen den Forschern zufolge durch die Gabe von Homer-1 verhindern. Sie hoffen, dass sich mit diesen Erkenntnissen Medikamente gegen stressbedingte Lernschwäche entwickeln lassen. Die Studie präsentieren die Wissenschafter um Klaus Wagner im "Journal of Neuroscience". (APA/red, derStandard.at, 3. 3. 2013)

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