Schuldenberg der Industrienationen wächst

27. Februar 2013, 13:01
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Die OECD befürchtet, dass die Ratingagenturen vielen Ländern mit der Herbstufung ihrer Kreditwürdigkeit drohen

Berlin - Die 34 OECD-Länder müssen sich in diesem Jahr 10,9 Billionen Dollar (8,3 Bill. Euro) an neuen Krediten besorgen. Das seien noch einmal 100 Milliarden Dollar mehr als 2012, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Mittwoch mit. Dagegen mache der Abbau der Neuverschuldung in den Industriestaaten leichte Fortschritte. Deren Staatsdefizit werde auf durchschnittlich 4,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) fallen, was 2,0 Bill. Dollar entspreche. 2012 waren es noch 5,5 Prozent oder 2,3 Bill. Dollar.

Dennoch befürchtet die OECD, dass die Ratingagenturen vielen Ländern mit der Herbstufung ihrer Kreditwürdigkeit drohen werden. Weil aber die Bonitätswächter in den vergangenen 20 Jahren mit ihren Urteilen häufige daneben gelegen hätten, sollten "alle Herabstufungen sorgfältig geprüft und nicht für bare Münze genommen werden".

Auch der Schuldenberg der Industrienationen wächst weiter. Er werde in diesem Jahr etwa 111,4 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung entsprechen. "Die gute Nachricht ist, dass der Schuldenberg deutlich langsamer wächst", schrieb die OECD. 2008/09 habe er noch um 11,5 Prozent zugelegt, 2013/14 dagegen nur noch um 1,1 Prozent.

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    Die Lage ist schnell erklärt: Die Schuldenberge wachsen, wenn auch langsamer.

     

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