Europas Leitbörsen schließen fester

27. Februar 2013, 19:15
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Anleiheauktion Italiens erwartet - Aussagen von Fed-Chef Bernanke stützen

Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch einheitlich mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verteuerte sich um 41,37 Einheiten oder 1,61 Prozent auf 2.611,89 Zähler. Die Nachwirkungen der italienischen Parlamentswahlen standen weiter im Blick der Märkte. Bei einer Anleiheauktion konnte das Euro-Schwergewicht Italien 6,5 Mrd. Euro am Finanzmarkt aufnehmen, musste dabei allerdings deutlich höhere Zinsen zahlen.

Trotzdem konnten sich die europäischen Börsen nach den Kursverlusten am vorangegangenen Handelstag wieder erholen. Auch die gestern tief ins Minus gerutschte Mailänder Börse schloss mit einem Plus von 1,77 Prozent. Gestützt wurde die Kurserholung laut Händlern von US-Daten und dem zweiten Tag der Anhörung von US-Notenbankchef Ben Bernanke vor dem US-Senat. Dabei hielt er an seiner Linie fest und verteidigte weiterhin die Anleihenkäufe der Fed. Konjunkturseitig gab es einen positiven Impuls von dem US-Häusermarkt zu vermelden.

In Europa lagen Rohstofftitel mit einem Plus von 2,53 Prozent an der Spitze eines einheitlich positiven Branchenvergleichs. Die Branche mit den geringsten Zugewinnen war der Gesundheitssektor mit einem Plus von 0,56 Prozent, dicht gefolgt von Finanztiteln, die um durchschnittlich 0,64 Prozent zulegen konnten.

EADS mit kräftigem Gewinnplus

Bei den Einzelwerten gab EADS ein kräftiges Gewinnplus bekannt. Der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern hat 2012 unter dem Strich knapp 1,23 Mrd. Euro verdient, 19 Prozent mehr als 2011. Der Umsatz kletterte von 49,1 auf 56,5 Mrd. Euro. Die Titel des Konzerns reagierten mit einem deutlichen Kursgewinn von 6,70 Prozent und schlossen auf 37,20 Euro.

Die angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin konnte die geplante Platzierung ihrer Wandelanleihe erfolgreich durchführen. Das Unternehmen hat mit der Emission 140 Mio. Euro eingenommen. Die Titel der Fluglinie fielen um 3,88 Prozent auf 2,82 Euro.

Der deutsche Energieversorgungssektor macht mit einer angeblichen Personalrochade auf sich aufmerksam. RWE-Vorstandsmitglied Leonhard Birnbaum heuert Insidern zufolge beim Konkurrenten E.ON an. Die Titel der beiden Versorger legten im Tagesverlauf leicht zu. RWE konnten einen Kursgewinn von 1,02 Prozent verzeichnen und notierten auf 27,62 Euro zu Handelsschluss, während E.ON um 1,23 Prozent auf 12,74 Euro stiegen.

BASF berichtete über eine Erweiterung seiner Geschäfte mit Batterietechnik in Japan. Das weltgrößte Chemieunternehmen eröffnete in Amagasaki ein neues Forschungslabor sowie ein Zentrum für Anwendungstechnik. BASF-Papiere verteuerten sich minimal auf 72,09 Euro und gingen mit einem Plus von 0,60 Prozent aus dem Handel.

An der Spitze der Kursgewinner im Euro-Stoxx-50 rangierten am heutigen Handelstag Nokia mit einem Plus von 4,92 Prozent auf 2,856 Euro. Dahinter folgten Repsol mit einem Plus von 4,11 Prozent auf 16,095 Euro und BNP Paribas mit plus 3,56 Prozent auf 43,155 Euro. Als einziger Titel im Euro-Stoxx-50 fielen CRH auf 16,65 Euro und gingen mit einem Minus von 0,15 Prozent aus dem Handel.  (APA, 27.2.2013)

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