Grüne kritisieren geringen Frauenanteil bei Sozialpartnern

27. Februar 2013, 11:09
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An der Spitze wie auf den VizepräsidentInnenposten der Institutionen stehen fast ausschließlich Männer

Die Grünen haben im Rahmen ihres diesjährigen Frauenberichts einen Blick auf die Institutionen der Sozialpartner geworfen und kritisieren den geringen Frauenanteil in den Gremien. Nicht zuletzt deshalb, da eine Wechselwirkung mit der Politik bestehe, meinte Frauensprecherin Judith Schwentner.

Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer, Landwirtschaftskammer, ÖGB, Industriellenvereinigung und Seniorenrat - an der Spitze wie auf den VizepräsidentInnenposten stehen fast ausschließlich Männer. Lediglich in der WKÖ (fünf Männer, zwei Frauen) und im Gewerkschaftsbund (ein Mann, eine Frau) bekleiden auch Frauen das Amt einer Vizepräsidentin.

Schwentner: "Das ist ein Witz"

Im AK-Vorstand steht 14 Männern eine Frau gegenüber (6,67 Prozent Frauenanteil), im ÖGB-Vorstand sind es laut Recherchen der Grünen 15 Männer und acht Frauen (34,78 Prozent Frauenanteil). Ein Verhältnis von 16 Männern zu drei Frauen (15,79 Prozent) weist der Vorstand des SeniorInnenrats auf. "Das ist ein Witz", ärgert sich Schwentner und verweist gerade bezüglich des SeniorInnenrats auf die demografische Entwicklung.

"Es ist hoch an der Zeit, dass sich die Geschlechterverteilung am Frauenanteil unter den Mitgliedern orientiert", fordert die Grünen-Mandatarin "dringend" Veränderungen und Maßnahmen, um den Frauenanteil zu erhöhen. Dieser müsse sich in den Gremien widerspiegeln. (APA, 27.2.2013)

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