USA prüfen offenbar direkte Unterstützung syrischer Rebellen

27. Februar 2013, 11:45
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Weiterhin Vorbehalte gegenüber Waffenlieferungen

Damaskus/Washington - Die US-Regierung prüft einem Zeitungsbericht zufolge, den Aufständischen in Syrien unter anderem Schutzwesten zu liefern. Denkbar sei auch, eine militärische Ausbildung anzubieten, berichtete die "Washington Post" am Dienstag unter Berufung auf Regierungsvertreter in den USA und Europa. Der neue US-Außenminister John Kerry werde diesen angedachten Politikwechsel auf seiner Antrittsreise durch mehrere Staaten der EU und des Nahen Ostens ansprechen. In den USA gebe es aber Vorbehalte gegenüber Waffenlieferungen an die Rebellen.

Kerry wird bei der Konferenz der Freunde Syriens am Donnerstag in Rom mit Vertretern der syrischen Opposition zusammenkommen. Bei seinem Besuch in London sagte Kerry am Montag, US-Präsident Barack Obama prüfe weitere Schritte, "um unsere Verpflichtung gegenüber unschuldigen Menschen zu erfüllen", ohne jedoch Einzelheiten zu nennen. Auch bei seinem Berlin-Besuch am Dienstag besprach Kerry das Thema Syrien. Er kam in der deutschen Hauptstadt unter anderem mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow zusammen. Nach der Unterredung betonten beide Seiten in ungewöhnlicher Übereinstimmung ihren Willen, Verhandlungen über ein Ende des seit zwei Jahren andauernden Konflikts voranzubringen.

In dem Konflikt wurden nach UNO-Schätzungen bisher bis zu 70.000 Menschen getötet. (APA/Reuters, 27.2.2013)

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