Regisseur Wagenhofer: "Privat ist Latein und heißt berauben"

Video27. Februar 2013, 11:35
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Macher von "We Feed the World" über Wasserprivatisierung und warum er keinem Politiker irgendetwas glaubt

Bei der Wiener Volksbefragung geht es auch um Privatisierungen von öffentlichen Gütern. Vor allem die Furcht vor einem Ausverkauf des Wassers erhitzt die Gemüter. "Es ist eine reale Angst", sagt der Autor und Filmemacher Erwin Wagenhofer. Allerdings habe Österreich noch genug Wasser, und dieses sei darüber hinaus gut aufbereitet, so der Regisseur, dessen Filme "We Feed the World" und "Let's Make Money" mit jeweils rund 200.000 Besuchern zu den erfolgreichsten Kinodokus Österreichs avancierten.

Was Wagenhofer besonders stört: Dass von Privatisierung und Verkauf die Rede ist, obwohl das alles so gut wie unmöglich sei. Zudem erklärt er im Interview mit derStandard.at, warum er keinem Politiker irgendetwas glaubt, wie es Frankreich als größtem Wasserprivatisierer der EU geht und warum das lateinische Wort "privare" zu Recht "berauben" bedeutet. Wagenhofers neuer Film trägt den Arbeitstitel "Alphabet" und beschäftigt sich mit Bildung. (Petra Stuiber/Maria von Usslar, derStandard.at, 27.2.2013)

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