Erste dehnbare Batterie entwickelt

26. Februar 2013, 19:39
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Lithium-Ionen-Akku funktioniert auch unter der Haut

Geschmeidige elektronische Geräte sollen in Zukunft Teil unseres Gewandes, womöglich sogar Teil unseres Körpers werden. Ein Problem dabei war die Stromversorgung: Bislang musste man die kleinen, dünnen und längst auch biegsamen Dinger per Kabel mit einer externen Energiequelle versorgen.

Die US-Forscher Yonggang Huang (Northwestern University bei Chicago) und John Rogers (University of Illinois) haben nun eine Alternative entwickelt, von der sie im Fachblatt "Nature Communications" berichten: eine Lithium-Ionen-Batterie, die gedehnt aber auch gefaltet werden kann.

Das Geheimnis des kleinen Wunderdings besteht in erster Linie aus langen gewundenen Drähten, die mehrfach s-förmig angeordnet sind. Dadurch wird es möglich, die Batterie in alle Richtungen um das Dreifache ihrer Größe zu dehnen - ohne dass sie ihre ursprüngliche Form "vergisst".

Elektronische Geräte unter der Haut

Der Miniakku bringt eine Leuchtdiode neun Stunden lang zum Leuchten, kann drahtlos aufgeladen werden und zeigte nach 20 Ladezyklen nur einen geringen Leistungsverlust. Die Forscher gehen davon aus, dass sich der Akku gut dafür eignet, elektronische Geräte unter der Haut (etwa zur Herzkontrolle) zu betreiben. (tasch, DER STANDARD, 27.02.2013)

  • Der dünne, dehnbare Akku versorgte die rote Leuchtdiode neun Stunden lang mit Energie.
    foto: j. rogers, university of illinois

    Der dünne, dehnbare Akku versorgte die rote Leuchtdiode neun Stunden lang mit Energie.

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