SVP jubelt über unerwarteten Erfolg in Südtirol

26. Februar 2013, 17:40
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"Ausverkauf Südtirols" bringt Traumergebnis

Der von den Freiheitlichen als "Ausverkauf Südtirols" angeprangerte Wahlpakt der Südtiroler Volkspartei (SVP) mit dem linken Partito Democratico (PD) brachte der Sammelpartei ein unerwartetes Traumergebnis ein: Sie wird in der römischen Kammer erstmals mit fünf Abgeordneten vertreten sein.

Neben Albrecht Plangger, Renate Gebhard und dem Ladiner Daniel Alfreider werden dank Mehrheitsbonus auch der Anwalt Manfred Schullian und der Trentiner Autonomist Mauro Ottobre ins Parlament einziehen. Dabei hatte die SVP laut Umfragen sogar befürchtet, an der regionalen Wahlhürde von 20 Prozent zu scheitern, schaffte diese jedoch mit 24,4 Prozent ohne größere Probleme.

Demut und Dankbarkeit

SVP-Obmann Richard Theiner sprach von einem wichtigen Ergebnis, das "trotz heftigen Gegenwindes" erzielt worden sei. Für den Fall einer Niederlage hatte er seinen Rücktritt angekündigt. SVP-Landessekretär Philipp Achammer erklärte, seine Partei müsse das Ergebnis mit viel Demut und Dankbarkeit annehmen.

Mit dem Journalisten Florian Kronbichler schaffte noch ein sechster den Sprung in die Abgeordnetenkammer. Er wurde auf der Liste der Grünen gewählt, die mit der linksalternativen SEL verbündet waren.

Auch mit dem Ergebnis der Senatswahlen zeigte sich die Sammelpartei hochzufrieden: Neben Karl Zeller und Hans Berger schaffte auch der italienischsprachige Francesco Palermo im Wahlkreis Bozen locker den Einzug in den Senat. Er siegte deutlich über die Beppe-Grillo-Kandidatin Maria Fortini. Palermo: Südtirol sei nun "reif für eine bessere und modernere Autonomie."

Die Freiheitlichen mussten mit 16 Prozent ihre Hoffnungen auf einen Sitz im römischen Senat begraben. (Gerhard Mumelter /DER STANDARD, 26.2.2013)

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