Nexus One an Bord: Smartphone-Satellit bricht ins All auf

27. Februar 2013, 12:28
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Test für Technikbestandteile - von Usern entwickelte Apps an Bord

Das erste Smartphone der Nexus Serie, das von HTC hergestellte Nexus One, fand am Dienstag seinen Weg ins All - als Bestandteil des CubeSat "STRaND-1"-Satelliten.

"STRaND-1" ist eine Entwicklung des Weltraumzentrums der University of Surrey und gleichzeitig der erste "PhoneSat" überhaupt, der die Atmosphäre verlässt. CubeSat bietet eine kostengünstige Plattform für die Entwicklung sogenannter "Nanosatelliten" an.

Smartphone übernimmt Arbeit im Orbit

An Bord befinden sich neben dem Smartphone aus 2010 auch ein Höhenkontrollsystem und eine Steuereinheit für die Positionierung in der Umlaufbahn. Daneben gibt es zwei Antriebssysteme sowie einen Computer mit einem nicht näher genannten Hochgeschwindigkeitsprozessor und verschiedenen Sensoren, der mit Linux arbeitet.

Hat die Konstruktion es erfolgreich auf die vorgesehene Höhe von 785 Kilometern in eine "sonnensynchrone Umlaufbahn" geschafft, wird etwa zwei Wochen lang eine Reihe von Tests durchgeführt, nach deren positiver Erledigung der Großteil der Arbeit auf das Smartphone verlagert wird. Auf diesem läuft nach wie vor Android.

"Im Weltraum hört dich niemand schreien"

Das STRaND-1-Experiment soll unter anderem herausfinden, wie gut sich handelsübliche Technikkomponenten im All bewähren. Dazu wird eine Reihe von Apps ausgeführt, die im Rahmen eines Wettbewerbs im vergangenen Jahr entwicklet werden. Ein Programm namens "360" ermöglicht Erdenbürgern, eigene Schnappschüsse des Globus aufzunehmen und auf eine virtuelle Karte zu pinnen.

Auch die von Filmregisseur Ridley Scott geprägte Behauptung "im Weltraum hört dich niemand schreien" wird mit "Scream in Space" auf die Probe gestellt. Das Programm spielt die von verschiedenen Usern aufgenommenen Schreie über die Lautsprecher ab, während gleichzeitig das Mikrofon aktiviert ist. (red, derStandard.at, 26.02.2013)

  • Erstmals steuert ein Smartphone einen kleinen Satelliten-
    foto: university of surrey

    Erstmals steuert ein Smartphone einen kleinen Satelliten-

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