Apple lehnt Cookie-Tracking in Apps ab

26. Februar 2013, 12:29
4 Postings

Reihenweise Ablehnung neuer Anwendungen - "Safari Flip-Flop" soll damit vermieden werden

Wie TechCrunch berichtet, lehnt Apple im Moment alle Apps im Store ab, die mit der "Safari Flip-Flop"-Technologie arbeiten. Das als "Cookie Tracking" bekannte System erlaubt es, ein Cookie, das durch eine kurze Interaktion in Safari entsteht, zu nutzen, um gezielter Werbung anzuzeigen. Viele App-Entwickler würden dies nach dem Verschwinden der UDID nutzen, um einen User zu identifizieren. Schon damals wurden Apps, die sich der UDID-Technologie bedienten, aus dem AppStore verbannt.

Als UDID-Alternative

Die Identifikationsnummer UDID wurde hauptsächlich von Werbe-Netzwerken genutzt, um einen User eindeutig identifizieren zu können. Auch, wenn es sich dabei um keinerlei persönliche Informationen handelt, kann diese in Kombination mit anderen Informationen durchaus auf eine bestimmte Person zurückführen. Als Alternative verwendeten Developer nach der UDID-Verbannung einfaches Cookie Tracking.

Kein richtiges Cookie

Das vom Desktop-Browser bekannte Tracking nutzt in seiner mobilen Variante HTML5 zum Speichern von Informationen. Auf dem lokalen Speicher kann ein Token abgelegt werden, der einer ID gleichkommt, und zu einem späteren Zeitpunkt abgerufen werden. Obwohl es rein technisch gesehen kein richtiges Cookie ist, funktioniert es ähnlich und wird auch als solches bezeichnet.

Die Informationen, dass Apple Apps, die sich dieser Technik bedienen, ablehnt, stammen aus Entwickler- und Insiderkreisen, so TechCrunch. Grund dafür könnte sein, dass Apple seinen eigenen Ad Identifier verbreiten will. Wenn es nach Apple geht, sollte das für iOS-Apps der Standard werden. Grund dafür sei eine verbesserte User Experience: Mit Apples Methode müssen User aus einer App heraus nicht den Browser extra dafür öffnen, um anschließend wieder in die App zu gelangen.

Alternativen suchen

Mit der angekündigten Verbannung der UDID hat es Apple aber anscheinend nicht besonders ernst gemeint. Bis heute ist noch wenig in der Hinsicht passiert, obwohl die UDID von Apple selbst als veraltet abgestempelt wurde. Sprich: Es gibt noch zahlreiche Apps im Store, die diese Identifier nutzen. Das könnte sich aber bald ändern. Unternehmen, die bisher auf UDID oder Cookie Tracking gesetzt haben, sollten sich also alsbald Alternativen überlegen. (red, derStandard.at, 26.2.2013)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Apple will kein HTML5-Cookie-Tracking in neueren Apps und lässt diese nicht in den Store

Share if you care.