Sky Deutschland will nicht ins Kabelnetzgeschäft einsteigen

26. Februar 2013, 10:29
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Heuer nach vielen Verlustjahren wieder operativer Gewinn angepeilt - Konzernchef Sullivan rechnet mit mehr Abonnente

Der Bezahlfernsehsender Sky will sich nicht am Rennen um Netzbetreiber wie Kabel Deutschland beteiligen. "Sky Deutschland ist zu allererst ein Schaffer von Inhalten, und als solche Firma haben wir nicht vor, in das Infrastrukturgeschäft einzusteigen", sagte Vorstandschef Brian Sullivan der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstagausgabe). Mögliche Interessen des Mutterkonzerns News Corp wollte er indes nicht beurteilen.

Sullivan bekräftigte, sein Haus peile für das laufende Geschäftsjahr nach langer Verlustzeit einen operativen Gewinn an. Anschließend erwarte er auch bald Nettogewinne. "Bis dahin sollte es nicht mehr allzu lang dauern, denn ein überwiegender Teil unserer Fixkosten, also zum Beispiel die Kosten für Film- oder Sportrechte, sind über einen längeren Zeitraum konstant", sagte Sullivan. "Wenn wir dann die Zahl der Abonnenten und damit die Einnahmen steigern, kann das Ganze relativ schnell ins Positive drehen." Die Abonnentenzahl werde in jedem Fall nach oben gehen. "Wir werden weiter wachsen, vielleicht sogar ein wenig schneller als 2012, sobald wir über die volle Exklusivität unserer Bundesliga-Rechte verfügen", sagte der Manager.

Sky veröffentlicht am Donnerstag seine Jahresbilanz. Das Unternehmen hat bereits bekannt gegeben, dass der operative Verlust (Ebitda) 2012 auf 48 Mio. bis 58 Mio. Euro verringert wurde. Experten zeigen sich optimistisch - sie erwarten im Schnitt weniger als 50 Mio. Euro operativen Verlust. (APA, 26.2.2013)

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