Frauen demonstrieren in saudischer Stadt Buraida

25. Februar 2013, 20:25
13 Postings

Freilassung von politischen Gefangenen gefordert

Riad/Istanbul - Rund drei Dutzend Frauen haben in Saudi-Arabien für die Freilassung ihrer zum Teil schon seit Jahren inhaftierten Ehemänner demonstriert. Die 38 Frauen und 10 Kinder wurden am Montagnachmittag in Buraida nördlich von Riad von Einsatzkräften der Polizei eingekesselt, nachdem sie vor einem Einkaufszentrum Transparente entrollt hatten.

Rim al-Makbil, eine der Organisatorinnen der Aktion, sagte der Nachrichtenagentur dpa am Telefon: "Wir fordern die Freilassung aller politischen Gefangenen und den Rücktritt des Innenministers, Prinz Mohammed bin Naif." Al-Makbil erklärte, ihr Ehemann sitze seit fast zehn Jahren ohne Gerichtsurteil im Gefängnis. Das Innenministerium habe verhindert, dass er bis zu seinem Prozess aus gesundheitlichen Gründen in Freiheit leben kann. "Er ist in Haft gefoltert worden, mit Elektroschocks, Schlägen und Schlafentzug", fügte sie hinzu.

Buraida gehört zu den konservativsten Städten Saudi-Arabiens. Aus Buraida hatten sich einst viele Männer für den "Heiligen Krieg" in Afghanistan, Tschetschenien und anderen islamischen Ländern gemeldet. Auch saudische Menschenrechtler, die nicht mit den "Jihadisten" sympathisieren, setzen sich für die Gefangenen von Buraida ein, weil viele von ihnen über Jahre ohne Anklage festgehalten werden. (APA, 25.2.2013)

Share if you care.