Fahrrad-Recycling belebt Grazer Arbeitsmarkt

25. Februar 2013, 17:58
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Mit "re.use" wird am 11. März in der Annenstraße die dritte Bike-Werkstatt von "pro mente" eröffnen

Wiederverwertung wird am Wiedereinsteiger-Arbeitsmarkt immer mehr zum Thema. Der steirische Verein "pro mente" eröffnet seinen mittlerweile dritten Standort, der sich mit dem Recycling von Fahrrädern beschäftigt: "re.use" in der Grazer Annenstraße 34 bietet neues Altes im Bereich Fahrrad und Sportartikel für Kinder und Jugendliche, dazu kommen noch textile Siebdruck-Produkte.

20 Mitarbeiter, 800 Quadratmeter

20 Mitarbeiter unterschiedlichen Alters, die aufgrund psychischer Probleme keiner geregelten Arbeit nachgehen konnten, sollen unter Anleitung von vier Trainern unter arbeitsplatznahen Bedingungen wieder Berufskompetenzen erwerben, erklärte "pro mente"-Geschäftsführerin Andrea Zeitlinger am Montag, 25. Februar, bei der Vorstellung des vom Land Steiermark und vom AMS geförderten Projektes.

Ein Drittel des Budgets muss selbst erwirtschaftet werden. 800 Quadratmeter stehen zur Verfügung, im Obergeschoß wurde ein Siebdruck-Werkstatt eingerichtet, in der Taschen, Tücher, Shirts etc. gestaltet werden. Eröffnet wird am 11. März.

Lehrberuf Fahrradmechaniker wiederbeleben

Die beiden anderen Standorte decken den Bereich Reparatur und Altradsammlung in Form einer sozialpsychiatrischen Tagesstruktur (Großmarktstraße 8a) sowie "customized Bikes" im "Atelier Stadtrad/ Rebikel" (Klosterwiesgasse 5) ab. Im "Atelier Stadtrad" will Zeitlinger die Qualifizierung in den Vordergrund rücken und den - in Österreich seit Jahren nicht mehr angebotenen - Lehrberuf des Fahrradmechanikers wiederbeleben.

"Pro mente" wurde 1989 als Arbeitstrainingszentrum für psychisch erkrankte Menschen in Graz gegründet. Heute versteht man sich als psychosoziales Dienstleistungsunternehmen, das mit 150 Mitarbeitern in 87 Projekten - von der Gastronomie bis zum Design-Shop - 1.500 Menschen in der ganzen Steiermark betreut. (APA/red, 25.2.2013)

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    Fahrradrecycling steht hoch im Kurs, und auch der Lehrberuf FahrradmechanikerIn dürfte Zukunft haben.

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