Wifo behält Wachstums-Prognose für 2013 bei

25. Februar 2013, 12:28
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"Todsünden" sind laut Institut hohe Staatsquote, Mängel im Bildungssystem und Spekulation bei Ländern und Gemeinden

Wien - Österreichs Wirtschaft wird 2013 voraussichtlich um ein Prozent real wachsen. Diese Prognose von Dezember wird das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) nach Angaben ihres Leiters Karl Aiginger - trotz des erwarteten BIP-Rückgangs in der Eurozone - auch bei der nächsten vierteljährlichen Vorschau im März beibehalten können, kündigte der Wifo-Chef an.

Österreich entwickle sich bereits zwölf Jahre besser als die Eurozone, das sei "ganz ungewöhnlich" - derzeit sogar mit einem Prozentpunkt Wachstumsvorsprung, sagte Aiginger im Klub der Wirtschaftspublizisten.

"Todsünden" in Österreich seien aber etwa die schon über 50 Prozent des BIP liegende Staatsquote (aus Steuern und Abgaben) trotz großer Ineffizienzen des Staates, das teure Schulsystem, obwohl dennoch 25 Prozent der Abgänger nicht sinnerfassend lesen könnten, oder die Spekulationstätigkeit von Ländern und Gemeinden mit öffentlichen Geldern.

Oberste Priorität müssten Reformen des Bildungssystems sowie der Verwaltung haben, sagte der Wifo-Chef. Auch in vielen anderen Bereichen müsse sich Österreich fragen: "Wo will ich im Jahr 2025 sein?" 

Wifo-Chef wünscht sich stabile Regierung in Italien

Für Italien hofft der Wifo-Chef auf eine stabile Regierung nach den Parlamentswahlen. Ein Wiedereinstieg des Medienzaren Silvio Berlusconi wäre aus seiner Sicht "ein großes Problem für die Glaubwürdigkeit", meinte Aiginger im Ö1-"Mittagsjournal". Mit einem Hilfspaket für Zypern könnte es "relativ schnell gehen", nimmt er an, "zwei Monate" seien "realistisch", mit Schuldenschnitt auch für die privaten Gläubiger. Man müsse aber auch über eine Wiedervereinigung der Insel reden. (APA, 25.2.2013)

  • Österreich entwickelt sich bereits zwölf Jahre lang besser als die Eurozone.

    Österreich entwickelt sich bereits zwölf Jahre lang besser als die Eurozone.

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