OMV-Tochter prüft Netzverbindung mit Tschechien

25. Februar 2013, 12:15
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Gespräche mit RWE-Tochter Net4Gas laufen

Wien - Die OMV-Tochter Gas Connect Austria führt Gespräche mit der tschechischen RWE-Gasnetztochter Net4Gas über eine Verbindungsleitung zwischen Breclav und dem mitteleuropäischen Gasknotenpunkt Baumgarten - die Bidirectional Austrian Czech Interconnection (BACI). "BACI wurde auch als ein förderungswürdiges Projekt eingereicht", sagte Lorenz Birklbauer, Sprecher der Gas-Connect-Austria, zum "WirtschaftsBlatt". Eine Machbarkeitsstudie sei in Vorbereitung.

Laut Planungen soll der Gas-Interkonnektor 60 Kilometer lang sein und einen Durchmesser von 80 Zentimetern aufweisen. Eine zweite Verbindung soll durch Südböhmen bis zum Knoten Oberkappel führen. "Wir befinden uns in der Planungsphase. Konkrete Vorbereitungen sollen 2015/16, der Bau 2017/18 starten", erklärte Net4Gas-Sprecher Milan Repka. Dies wäre die erste Nord-Süd-Verbindung nach Österreich, so die Zeitung.

Der deutsche Energiekonzern RWE, der vor dem Ausstieg beim Gaspipelineprojekt Nabucco unter Federführung der OMV steht, sucht schon seit längerem einen Käufer für die Gasnetz-Tochter, die rund 500 Mitarbeiter hat und ein Gasnetz mit einer Gesamtlänge von mehr als 3.600 Kilometern betreibt. Unter den Interessenten soll sich der tschechische Energiekonzern Energeticky a Prumyslovy Holding (EPH) befinden. Auf die Frage, ob die OMV an Net4Gas interessiert sei, meinte OMV-Sprecher Johannes Vetter zur APA, dass man grundsätzlich zu solchen Themen keinen Kommentar abgebe. (APA, 25.2.2013)

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