Europas Leitbörsen schließen freundlich

25. Februar 2013, 18:49
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Verschreckte Anleger nach Berlusconi-Prognose

Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen sind am Montag nach einem äußerst bewegten Handelstag mehrheitlich mit leichten Gewinnen aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verteuerte sich um 21,81 Einheiten oder 0,83 Prozent auf 2.651,86 Zähler.

Ein möglicher Teilerfolg der Mitte-Rechts-Allianz von Silvio Berlusconi bei den italienischen Wahlen hat am späteren Nachmittag die Anleger an den europäischen Aktienmärkten verschreckt. Vor allem in Mailand brachen die Kurse ein, sodaß der italienische Leitindex seine zuvor gemachten Gewinne von bis zu vier Prozent wieder vollständig einbüßte und um bis zu 0,5 Prozent ins Minus drehte. Der DAX halbierte seine Gewinne, auch der Euro-Stoxx-50 gab einen Teil seiner sehr kräftigen Gewinne ab.

Nach den Prognosen zum Sieg der Links-Allianz bei den Wahlen zur ersten Parlamentskammer - dem Abgeordnetenhaus - hatten zunächst Euphorie an den Märkten ausgelöst. Gegen Börsenschluss jedoch reagierten die Anleger defensiv. Sie fürchteten politische Instabilität in Italien, hieß es von Marktteilnehmern.

Wirbel um Deutsche Börse

In Frankfurt konnten sich Deutsche Börse an der Spitze des DAX halten. Die Papiere gingen mit einem Plus von 5,61 Prozent bei 2,62 Euro aus dem Handel. Der US-Börsenbetreiber CME Group habe Fusionsinteressen, hieß es aus Kreisen. Die Deutsche Börse hat die Gerüchte dementiert. Am unteren Ende des deutschen Leitindex rangierten Fresenius mit einem Minus von 1,51 Prozent bei einem Schlusskurs von 52,32 Euro.

Im Euro-Stoxx-50 hielten die Papiere des Vivendi-Medienkonzerns mit einem Plus von 3,20 Prozent bei 15,945 Euro den Spitzenplatz bei Handelsschluss. Ebenfalls erfolgreich schlossen BMW mit einem Aufschlag von 2,60 Prozent bei 70,58 Euro.

Am unteren Ende des europäischen Leitindex rangierten Schneider Electric mit einem Minus von 1,17 Prozent, Carrefour mit einem Abschlag von 0,81 Prozent und France Telecom. Die Papiere des Telekom-Riesen gingen mit minus 0,56 Prozent bei 7,479 Euro aus dem Handel. Die Franzosen hatten bereits im Frühhandel Rückschläge verbuchen müssen, nachdem Exane ihr Kursziel reduziert hatte.

Im britischen "Footsie" war von der Herabstufung von Großbritannien durch Moody's von Aaa auf Aa1 nicht viel zu spüren. Weiterhin an der Spitze halten konnten sich über den Handelstag hinweg die Papiere von Antofagasta. Sie schlossen mit einem Plus von 3,04 Prozent bei 1.114,00 Pence, nachdem die Analysten der Bank of America eine Kaufempfehlung ausgegeben hatten.

Nicht erholen konnten sich hingegen Pearson, die mit einem Minus von 3,70 Prozent bei 1.171,00 Pence schlossen. Der Medienkonzern hatte verkündet, der operative Gewinn werde im Jahr 2013 stagnieren. (APA, 25.2.2013)

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