Borealis macht weniger Gewinn

25. Februar 2013, 11:06
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Der Chemie-Konzern rechnet mit "schwierigen Jahren"

Wien - Der Kunststoff-, Chemikalien- und Düngemittelhersteller Borealis hat im vergangenen Jahr aufgrund schwächerer Margen im europäischen Polyolefingeschäft weniger Gewinn gemacht. Der Nettogewinn schrumpfte auf 480 Mio. Euro, nach 507 Mio. Euro im Jahr 2011. Die Nettoverschuldung stieg um 403 Mio. Euro, was zum Teil auf die Übernahme des französischen Düngemittelherstellers PEC-Rhin sowie auf weitere Investitionen zurückzuführen sei, gab das börsenotierte Unternehmen am Montag ad hoc bekannt. Die Umsatzerlöse stiegen von 7,1 auf 7,5 Mrd. Euro.

"Wir rechnen damit, dass uns schwierige Jahre bevorstehen", so das Management in der Pflichtmitteilung. Im Jahr 2012 habe sowohl das Düngemittelgeschäft als auch das Joint Venture Borouge "maßgeblich zu unserer Profitabilität beitragen", so Mark Garrett, Vorstandsvorsitzender von Borealis. "Allerdings hat sich 2012 gezeigt, dass die Polyolefinindustrie in Europa nach wie vor unter schwachem Wachstum und geringen Margen leidet, und voraussichtlich wird sich die Situation noch einige Zeit lang nicht wesentlich bessern."

Borealis unterbreitete am 6. Februar 2013 Total ein verbindliches Angebot zur Übernahme aller ausstehenden Aktien von GPN SA sowie über den Erwerb eines Aktienpakets von 56,86 Prozent der Anteile an Rosier SA, beides Anbieter von Düngemitteln in Frankreich und der Benelux-Region. Die geplanten Akquisitionen unterliegen der Genehmigung der zuständigen Behörden, insbesondere der zuständigen Wettbewerbsbehörden.

Das Borouge 3 Expansionsprojekt in Abu Dhabi verlaufe planmäßig, wobei die jährliche Produktionskapazität der integrierten Olefin/Polyolefin-Anlage von aktuell 2 Millionen Tonnen bis Mitte 2014 auf 4,5 Millionen Tonnen ansteigen soll, heißt es. (APA, 25.2.2013)

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