Eine Million Kartellstrafe für Dämmstoffbranche

25. Februar 2013, 10:55
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Der betroffene Bereich der EPS-Dämmstoffe wird vom Steuerzahler jährlich mit einem dreistelligen Millionenbetrag gefördert

Wien - Der Dämmstoffhersteller Steinbacher und der Baustoffhändler Bauhaus wurden von der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) zu einer Geldbuße von insgesamt 1,045 Mio. Euro verdonnert. Der Vorwurf lautete auf vertikale Preisabsprachen. Bereits im November 2012 hatte es eine Geldbuße für drei Baustoffhändler gegeben.

Eine vertikale Preisabsprache liegt dann vor, wenn ein Großlieferant seinen Vertragspartnern, die an den Endkonsumenten verkaufen, vorschreibt, wie hoch die Preise sein müssen. Die beiden Unternehmen haben "in der letzten Phase des Verfahrens" mit der BWB zusammengearbeitet und ein kartellrechtswidrige Verhalten anerkannt, teilte die Behörde am Montag in einer Aussendung mit.

Die Absprachen gingen von 2005 bis 2011, sagte ein Behördensprecher zur APA. Die Firma Steinbacher habe für das Anerkenntnis eine Reduktion von 20 Prozent bekommen.

Das Verfahren läuft noch weiter, andere Unternehmen stünden ebenfalls in Verdacht von Preisabsprachen, so die Wettbewerbshüter.

Der von den Preisabsprachen betroffene Bereich der EPS-Dämmstoffe (Dämmung unter Estrichen, Fassaden; oder Deckendämmplatten) wird von der öffentlichen Hand jährlich mit dreistelligen Millionenbeträgen gefördert. (APA, 25.2.2013)

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